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Ein Pferd erhält eine orale Wurmkur. (Symbolbild)

Unterschiedliche Methoden

Entwurmung beim Pferd: Was zu beachten ist und welche Methoden es gibt

Wird ein Pferd von Würmern und Sporen befallen, kann der Halter auf unterschiedliche Weise reagieren. Alle Infos über die Häufigkeit und die Kosten einer Wurmkur.

Warendorf – Ähnlich wie der menschliche Organismus ist auch das tierische Wesen äußerst anfällig für Krankheiten. Die Ursache liegt in der sensitiven Struktur der Organe, die auf Unregelmäßigkeiten irritiert reagieren. Daher ist es ratsam, Pferde gut zu beobachten und sie turnusmäßig zu untersuchen. Kommt es dennoch zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, etwa durch Sporenbefall, sollte der Pferdebesitzer eine Wurmkur in die Wege leiten. Einen Königsweg zur Beseitigung der Würmer gibt es allerdings nicht, denn die Interventionsmöglichkeiten sind vielfältig. Darauf weist die Deutsche Reiterliche Vereinigung aus Warendorf hin.

Entwurmung beim Pferd: Häufigkeit

Die Häufigkeit einer Wurmkur beim Pferd hängt von der gewählten Methode ab. Folgende Vorgehensweisen stehen zur Verfügung:

  • pauschale Entwurmung
  • strategische Entwurmung
  • selektive Entwurmung

Bei der pauschalen Entwurmung wird das Pferd generell drei- bis viermal pro Jahr medikamentös entwurmt. Dies hat den Vorteil, dass ein Parasitenbefall nahezu ausgeschlossen ist. Vor der strategischen Entwurmung steht das Untersuchen von Kotproben. Sind diese positiv, werden Fohlen meist viermal jährlich, Jungtiere dreimal jährlich und erwachsene Pferde zweimal jährlich behandelt. Auch bei der selektiven Entwurmung kommen nur dann Medikamente zum Einsatz, wenn Bedarf besteht. Hier ist der Besitzer angehalten, mehrmals im Jahr Kotproben seines Pferdes durch ein Labor prüfen zu lassen. Gibt es Auffälligkeiten, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Entwurmung beim Pferd: Kosten

Die Kosten einer Wurmkur beim Pferd sind nicht einheitlich definiert, sondern richten sich nach der angewandten Methode. Die kostenintensivste Variante dürfte die selektive Methode sein, da bei diesem Verfahren Kotproben des Vierbeiners fachmännisch auf Parasiten untersucht werden. Eine Kotprobenanalyse durch ein tiermedizinisches Laboratorium kostet etwa zwischen 15 und 35 Euro. Sollten die Laborergebnisse positiv ausfallen, kommen Kosten für ein Entwurmungsmittel hinzu. Je nach Wurmkur beläuft sich der monetäre Aufwand auf 20 bis 40 Euro.

Entwurmung beim Pferd: Reiten

Wird ein Pferd einer Wurmkur unterzogen, hat dies keinen direkten Einfluss auf das Training. Es ist allerdings darauf zu achten, dass während der Wurmkur erhöhte Wachsamkeit in Sachen Hygiene besteht. So sind Pferdeboxen und Stallausläufe sauber zu halten. Zudem sollte das tägliche Ausmisten des Stalls zur Pflichtübung werden. Pferdeäpfel sind umgehend zu entfernen. Weiterhin ist eine Wechselbeweidung mit Rindern ebenso empfehlenswert wie das Ausbringen von Kalkstickstoff auf dem Reitgelände.

Entwurmung beim Pferd: Das Futter

Dem Pferdefutter kommt in Zeiten, wenn das Pferd einer Wurmkur unterzogen wird, erhöhte Bedeutung zu. Aminosäuren und Vitalstoffe halten den Stoffwechsel des Tieres aufrecht und unterstützen die Darmflora. Weitere hilfreiche Produkte sind Leinsamen und Hefe, die stabilisierend wirken. Das verabreichte Futter kann zudem um Pektine und Schleimstoffe ergänzt werden. Sie gelten als ebenso darmaktiv wie magenfreundlich.