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Olympiapferd tot – Ingrid Klimke trauert um Wallach FRH Butts Abraxxas

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Sechs Jahre war FRH Butts Abraxxas mit Ingrid Klimke im deutschen Championats-Team. Doch nun, mit 25 Jahren, ist der „kleine Kämpfer mit riesigem Herz“ von uns gegangen.

Münster – Als Ingrid Klimke „Braxxi“ das erste Mal sieht, trifft sie auf ein kleines, schwarzes Pferdchen mit Ponyhufen und einem sehr blutgeprägten, flachen Bewegungsablauf. Ihr Dressurherz schlägt dabei nicht gerade höher. Doch „Braxxi“ weiß dafür umso mehr, bei den ersten Geländesprüngen von sich zu begeistern. Er ist flink und selbstbewusst gewesen.

2005 zieht er unmittelbar nach dem ersten Kennenlernen auch schon bei Ingrid Klimke ein – und bleibt dort auch bis zuletzt. Im Team von Ingrid Klimke war er seit jeher ein fester Bestandteil, von dem sich nun alle verabschieden mussten. Doch eines sei gewiss: „Braxxi“ gehört zu den Pferden, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. Weil er ganz besonders war und nicht zuletzt auch wegen seiner Erfolge – zwei Olympische Spiele, eine Weltmeisterschaft, drei Europameisterschaften mit drei Mannschaftsgoldmedaillen.

 Ingrid Klimke und FRH Butts Abraxxas an einem Geländehindernis.
Vielseitigkeitspferd FRH Butts Abraxxas glänzte mit viel Mut und Durchhaltevermögen. © Jacques Toffi/ Imago

Olympiapferd tot – Ingrid Klimke trauert um Wallach FRH Butts Abraxxas

Mit einem Stockmaß von 1,60 Meter war der Heraldik xx-Sohn aus der Zucht von Friedrich Butt wahrlich nicht der Größte. Doch mit seinem Kämpferherz meistert er erstaunliche Hürden, woran zuvor so manch einer zweifelte. Im Dressurviereck wussten Ingrid Klimke und „Braxxi“ ebenso zu begeistern. Sie glänzten mit Korrektheit und Durchlässigkeit und haben gezeigt, wie richtiges Reiten aussieht. Nur der Springparcours gehörte nicht zu „Braxxis“ Paradedisziplin, denn oft ist die eine oder andere Stange zu Boden gefallen. Dieser junge Mann reitet mit seinem Pferd zur Arbeit, weil ihm der Sprit zu teuer ist.

Bei den „Land Rover Burghley Horse Trials“ kann der Wallach mit 16 Jahren noch einmal beweisen, wie viel Mut und Durchhaltevermögen in ihm steckt. Am Ende setzt er sich auf den vierten Platz. Für Ingrid Klimke war das der richtige Zeitpunkt, ihren „Braxxi“ aus dem großen Reitsport zu verabschieden und ihn an Tochter Greta als Lehrmeister zu übergeben. Die Trakehner Pferdezucht ist zum Immateriellen Kulturerbe ernannt worden.

Olympiapferd tot – „Braxxi wird immer einen besonderen Platz in unserem Herzen haben“

Mit 25 Jahren musste Ingrid Klimke ihren „Braxxi“ nun unerwartet gehen lassen. Bis zum Schluss war er noch fit und munter, aber eine akute altersbedingte Herzschwäche bewegte dazu, ihn zu erlösen, wie Ingrid Klimke* auf Facebook berichtet. „Wir verdanken dem kleinen Kämpfer mit seinem riesigen Herz unzählige Glücksmomente. Wir sind sehr traurig und vermissen ihn! Braxxi, du wirst immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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