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Gefahr in der Pferdebox: So wichtig sind die richtigen Abstände der Gitterstäbe

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen Pferde in den Boxengittern festhängen. Für die Tiere bedeutet dies große Gefahr.

Deutschfeistritz (Österreich) – Wie schnell die Box zur Falle werden kann, hat kürzlich erst wieder ein Pferd erleben müssen. In der Gemeinde Graz verfängt sich eine Araberstute mit einem Huf in den Gitterstäben der Boxenwand. Erst die Feuerwehr schafft es, das Pferd aus der gefährlichen Situation zu befreien.

Gefahr in der Pferdebox: So wichtig sind die richtigen Abstände der Gitterstäbe

Wie durch ein Wunder bleibt die Araberstute bis auf ein paar Abschürfungen unversehrt. Doch oft verlaufen derartige Unfälle auch anders. Denn gerät das Pferd in Panik, können neben Knochenbrüchen auch schwerste Gelenkverletzungen entstehen. Doch wieso kommt es immer wieder zu Unfällen wie diesen?

Ein Pferd liegt auf dem Boden und ein Huf ist in den Gittern der Trennwand gefangen.
Allerhöchste Not. Verfangen sich Pferde in den Gittern, kann es sehr gefährlich werden. © Facebook (Feuerwehr Deutschfeistritz)

Gefahr in der Pferdebox: Doch welcher Abstand ist der richtige?

Oft bleiben die Pferde mit ihren Hufen in den Gittern stecken, weil der Abstand der einzelnen Gitterstäbe zu groß ist. Dabei heißt es, dass Gitterabstände so beschaffen sein müssen, dass kein Pferd mit dem Kopf oder Huf hängenbleiben kann. Doch welcher Abstand ist denn überhaupt der richtige?

Laut den Leitlinien des „Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft“ (BMEL) ist eine Weite von sechs bis 30 Zentimetern risikobehaftet. Die „Deutsche Reiterliche Vereinigung“ (FN) wird etwas genauer und rät in den „Orientierungshilfen“ für Bau und Modernisierung von Ställen und Reitanlagen, einen Gitterabstand von fünf Zentimetern.

Gefahr in der Pferdebox: Abstand von fünf Zentimetern am sichersten

Dass der Abstand von fünf Zentimetern, den die FN empfiehlt, am sichersten ist, konnten Forscher in einer Untersuchung bestätigen. Die Gruppe um Fiona Osmann hat dafür 480 Pferde an Kopf und Hufen vermessen. Darunter auch verschiedene Rassen und Geschlechter, um auf Grundlage der Anatomie Aussagen über die Praxistauglichkeit der handelsüblichen Stababstände zu treffen.

Es stellte sich heraus, dass bei senkrechten Gitterstäben ein Abstand von nicht mehr als fünf Zentimetern für alle Pferde ab einem Stockmaß von 1,10 Metern und einem Alter von zwei Jahren als sicher bezeichnet werden kann. Bei waagerechten Gitterstäben* erwies sich ein Abstand von genau 17 Zentimetern erst ab einem Stockmaß von 1,48 Metern und für alle Pferde ab einem Alter von zwei Jahren als sicher. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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