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Homöopathie für Pferde: Die Heilkraft der Natur bei Krankheiten anwenden

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Homöopathie für Mensch und Tier findet bereits seit über 200 Jahren Anwendung. Auch beim Pferd kann diese Variante der Naturheilkunde helfen.

Nahaufnahme eines Pferdemauls, dem ein Apfel gefüttert wird. (Symbolbild)
Globuli & Co entfalten ihre Wirkung am besten pur oder mit der Gabe eines Bio-Apfels. (Symbolbild) © robertharding/Imago

Torgau – Im Jahr 1810 verfasste der Begründer der Homöopathie, der deutsche Arzt und medizinische Schriftsteller Samuel Hahnemann, erstmals eine Abhandlung zu seinen neuartigen Behandlungsmethoden. Durch Gabe kleinster Mengen pflanzlicher Elemente würden Symptome hervorgerufen, die der diagnostizierten Krankheit ähneln. Das Ziel sei eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte des erkrankten Körpers – so die These der Homöopathie. Bis heute ist kein wirklicher wissenschaftlicher Nachweis erbracht. Ausgebildete und erfahrene Homöopathen stehen jedoch voll hinter der Methode – auch beim Pferd.

Homöopathie beim Pferd: Die Heilkraft der Natur bei Krankheiten anwenden

Sie sind überzeugt: Neben der Behandlung körperlicher Probleme, kann Homöopathie ebenso im psychischen Sektor, also bei Traumata helfen, selbst wenn diese weit zurück in der Vergangenheit liegen. Immer häufiger würden dabei Schulmedizin und Homöopathie Hand in Hand gehen. Beispielsweise sollen sich Begleiterscheinungen klassischer Behandlungen wie der Einsatz von Antibiotika oder einer Impfung beim Pferd durch die Gaben entsprechender naturheilkundlicher Wirkstoffe abfedern lassen.

Eine der typischen Anzeichen der Wirksamkeit der Homöopathie ist das umgangssprachlich als „Verschlimmbesserung“ bezeichnete, scheinbare Aufflammen oder die Wiederkehr der Symptome. Dies ist jedoch der Hinweis darauf, dass die körpereigene Abwehr auf die naturheilkundliche Behandlung reagiert. Es ist also nicht als Nebenwirkung zu verstehen, sondern als Beginn der Heilung. Keinesfalls sollte die Behandlung an dieser Stelle abgebrochen werden.

Homöopathie beim Pferd: Wahl der Dosierung und Darreichungsform

Die drei gängigen Darreichungsformen der homöopathischen Mittel sind Globuli, Schüßler-Salze und Bachblüten. Die Dosierung, die Verdünnung des Wirkstoffs, wird in der Homöopathie in sogenannten Potenzen angegeben. Diese setzt sich aus einem Buchstaben und einer Zahl zusammen. So steht ein D für dezimal, also dem Zehnerschritt in der Verdünnung. Beispiel: Wird eine D1-Dosierung 1:10 verdünnt, erhält man die Dosierung D2. Der Buchstabe C steht für 100er-Schritte bei der Verdünnung. Die sogenannten Hochpotenzen wie D24 enthalten faktisch keinen ursprünglichen Wirkstoff mehr. Ihr Effekt beruht auf rein energetischer Basis. Die korrekte Auswahl trifft stets eine homöopathische Fachkraft.

Verallgemeinert lässt sich sagen: Je akuter der Krankheits- oder Verletzungsfall, desto häufiger werden homöopathische Mittel verabreicht, eventuell sogar alle 15 Minuten. Zugleich bringt dies auch schneller Ergebnisse als bei der Diagnose chronischer Beeinträchtigungen wie Arthrose. Hier ist Geduld gefragt, die sich jedoch bezahlt macht und dem Pferd wertvolle Erleichterung bringt.

Verfechter der Homöopathie sagen: Globuli & Co würden ihre „Wirkung“ am besten pur oder mit der Gabe eines hochwertigen, möglichst naturbelassenen Trägers wie einem Bio-Apfel entfalten. Industriell gefertigtes Futter könne den gleichzeitigen Einsatz der Homöopathie beeinträchtigen.

Homöopathie beim Pferd: Eine kleine Liste der gängigen Wirkstoffe

Nicht immer ist der Veterinär zur Stelle, wenn akute Gesundheitsprobleme auftreten. Homöopathische Unterstützung solle im Alltag bei solchen Beschwerden, wenn Einsatzgebiet und Dosierung vorab geklärt sind, wirken. Diese Mittel verwenden Pferdebesitzer und Tierärzte, die von Homöopathie überzeugt sind.

Grundsätzlich gilt wie bei jeder Gabe beeinflussender Wirkstoffe: Niemals selbst ohne die zwingend notwendigen Kenntnisse aufs Geratewohl dem Pferd Mittel verabreichen! Homöopathie beinhaltet zahlreiche Wirkstoffe, die dem Pferd in falscher Dosierung ernsthafte Schäden zufügen können. Stets sollte die Zusammenarbeit mit dem Veterinär gewählt werden.

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