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Junger Mann reitet mit seinem Pferd zur Arbeit – weil ihm der Sprit zu teuer ist

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Von: Sandra Barbara Furtner

Weil ihm die Kraftstoff-Preise momentan einfach zu hoch sind, lässt ein Mann aus Frankreich sein Auto stehen und reitet stattdessen auf seinem Pferd zur Arbeit.

Yssingeaux (Frankreich) – Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine klettern die Sprit-Preise auf Rekord-Niveau. Mittlerweile ist Diesel sogar teurer als Benzin. Wer die Möglichkeit dazu hat, lässt sein Auto deswegen lieber stehen und greift stattdessen zu einer Alternative. Der junge Franzose Louis Geneix aus Lapte im Département Haute-Loire will sich das Trauerspiel nicht weiter mit ansehen – er setzt jetzt auf seinen geliebten Vierbeiner.

So tauscht er Mitte März seinen Clio gegen sein Pferd ein, um zur Arbeit zu „fahren“. Der 21-jährige Franzose arbeitet als Kellner in einem Restaurant – etwa 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernt im benachbarten Yssingeaux. Gegenüber dem Nachrichtensender „France 3“ verrät er: „Heute Morgen bin ich mit dem Pferd zur Arbeit gekommen. Der Benzinpreis war der Grund für meine Entscheidung“. Doch warum bleibt eigentlich der Sprit an der Tankstelle so teuer?*

Ein Mann reitet auf einem Pferd durch den Wald. (Symbolbild)
Weil einem jungen Mann die Spritpreise zu hoch sind, reitet er mit dem Pferd zur Arbeit. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Mann reitet mit Pferd zur Arbeit – weil ihm der Sprit zu teuer ist

Für die komplette Strecke benötigt er wohl weniger als eine Stunde. Mit dem Auto sind es gerade mal zehn Minuten. „Ich nehme die normale Straße und einen Teil des grünen Weges“. Zum Glück ist sein Pferd sehr gut trainiert und auch an Autos gewöhnt. Und wenn Nebel aufzieht, streift er sich einfach eine gelbe Weste über. An seinem Arbeitsplatz hat er die Möglichkeit, seine Stute Eole auf eine Wiese zu bringen. Dort hat er sie auch immer im Blickfeld. Ein Schüler ist sogar mit seinem Pferd in den Schul-Flur geritten.

Mann reitet mit Pferd zur Arbeit – weil er sich den Fahrtweg nicht mehr leisten kann

Sollte er jedoch Abends eine Schicht haben, will er trotzdem das Auto nehmen. Denn er möchte mit seinem Pferd nicht im Dunklen nach Hause reiten. Trotzdem lohnt es sich für den jungen Franzosen jetzt schon. Denn bei seinem geringen Gehalt kann er es sich einfach nicht mehr leisten mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Doch was der Pferdeführerschein, der in Frankreich eingeführt wurde bedeutet, erfahren sie hier.

So sagt er weiter: „Ich habe die Einsparungen, die ich erzielen werde, nocht nicht genau beziffert, aber ich denke, dass es eine große Rolle spielen wird. Im Dezember habe ich für den Monat 80 Euro für Diesel verbraucht, jetzt habe ich das Doppelte oder mehr bezahlt. Mit dem Pferd in die Arbeit zu kommen, wird die Dinge verändern“. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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