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Mauke beim Pferd: Frühzeitig erkennen und was Sie dagegen tun können

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Kleines Mädchen mit einem Pony im Herbst auf einer Wiese. (Symbolbild)
Die Pferdekrankheit Mauke zeigt sich oft zum ersten Mal im Herbst (Symbolbild) © Cavan Images/Imago

Mauke ist eine Krankheit, die die Fesselbeugen von Pferden betrifft. Die Entzündungen der Haut können sehr hartnäckig sein und sollten am besten im Anfangsstadium behandelt werden.

Türkenfeld – Die Pferde-Krankheit Mauke wurde in den letzten Jahren neu bewertet. Der Verband Deutscher Tierheilpraktiker e.V. und auch immer mehr Tierärzte gehen davon aus, dass bakterielle Infektionen nur einen Teil der Ursachen ausmachen. Weil die Ursachen oft mit der Haltung verbunden sind, muss diese im Rahmen der Behandlung überdacht werden. Auch die Fütterung scheint eine wichtige Rolle bei der Behandlung und Vorbeugung von Mauke zu spielen.

Mauke beim Pferd: Frühzeitig erkennen und was Sie dagegen tun können

Im Herbst, wenn die Weiden matschiger werden und die Pferde zum Winterfell wechseln, zeigt sich die Krankheit Mauke oft zum ersten Mal. Sie befällt die Fesselbeugen. Typische Symptome sind:

In schweren Fällen kann es sogar zu einer Lahmheit kommen. Bei sehr hartnäckigen Mauke-Fällen ist es sinnvoll, den Tierarzt zur Abklärung hinzuziehen. Es könnte sich statt um Mauke um CPL – chronisches Lymphödem – handeln.

Mauke beim Pferd: Krankheit mit vielen möglichen Ursachen

Lange Zeit ging man davon aus, dass die Ursache der Krankheit Mauke immer eine Entzündung ist. Die Feuchtigkeit im Matsch weicht die Haut auf und öffnet so Zugang für Bakterien. Offen blieb die Frage, warum auch Pferde in einer sehr sauberen, trockenen Haltung erkrankten. Heute gehen Tierärzte und Tierheilpraktiker davon aus, dass die Ursachen breit gefächert sind:

Manche Pferde reagieren auf das Reiten auf Stoppelfeldern mit Krustenbildung in den Fesselbeugen.

Mauke beim Pferd: Ist die Krankheit bei Pferden ansteckend?

Die meisten der aufgeführten Ursachen wie Mangelzustände, Unverträglichkeiten oder Allergien betreffen nur das einzelne Pferd. Bei Infektionen stellt sich für Pferdebesitzer und Miteinsteller durchaus die Frage, ob diese ansteckend sind. Nicht selten ist in einer Herde mehr als ein Pferd betroffen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Mauke an sich nicht ansteckend ist. Es dürfte eher so sein, dass alle betroffenen Pferde auf die Lebensbedingungen reagieren.

Mauke beim Pferd: Krankheit im Anfangsstadium aufhalten

Erste Anzeichen der Krankheit Mauke müssen ernst genommen werden. Je früher man handelt, desto besser stehen die Chancen, den Ausschlag in den Fesselbeugen in den Griff zu bekommen. Zeigen sich raue, gerötete oder entzündete Stellen, so lohnt es sich, sofort mit der Behandlung zu beginnen, auch wenn die Beschwerden für das Pferd noch gering sind.

Das tägliche, vorsichtige Reinigen der Fesselbeuge und der Einsatz von antientzündlichen Salben sind Erste-Hilfe-Maßnahmen. Für die nächsten Schritte ist ein umfassender Ansatz notwendig.

Pferde-Krankheit Mauke: Bei Behandlung ganzheitlich denken

Welche Maßnahmen bei der Behandlung der Krankheit Mauke die richtigen sind, hängt von der Ursache des Fesselbeugen-Ekzems ab. In vielen Fällen sind diese jedoch unklar oder nicht leicht aufzuklären. Der ganzheitliche Ansatz umfasst deshalb:

Mauke als Krankheit bei Pferden: Haltung und Fütterung optimieren

Bei der Haltung ist es wichtig, auf äußerste Sauberkeit und Hygiene zu achten. Matsch auf den Weiden oder im Paddock muss vermieden werden. Fast noch wichtiger ist das regelmäßige Abäppeln der Koppeln und das tägliche Misten der Box oder des Offenstalls. Potenziell reizende Pflanzen wie Johanniskraut oder Disteln sollten entfernt werden.

Die Fütterung ist ein oft unterschätzter Faktor. Manche Pferde zeigen Hautprobleme wie Mauke, weil sie Bestandteile im Futter nicht vertragen. Es erweist sich deshalb als sinnvoll, die Fütterung auf die Grundlagen wie Heu zurückzuführen und zu schauen, ob sich die Entzündungen bessern. Der Mineralstoff Zink übernimmt wichtige Funktionen in der Hautgesundheit. Viele an Mauke erkrankte Pferde reagieren positiv auf die Fütterung eines Nahrungsergänzungsmittels mit Zink.

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