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Versicherungen bei Pferden: Sie bieten Schutz für Tier und Besitzer

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Auch Pferde müssen abgesichert werden. Für Besitzer bieten sich unterschiedlichste Versicherungsmöglichkeiten, die optional Reitbeteiligungen und Operationen abdecken.

Warendorf – Die Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V. weist darauf hin, dass spätestens mit Vollendung des ersten Lebensjahres eine Haftpflichtversicherung für ein Pferd angeraten ist. Besitzer haben aber noch weitere Möglichkeiten, ihr Pferd und sich selbst über verschiedenen Pferdeversicherungen zu schützen.

Eine Reiterin führt ihr Pferd über eine herbstliche Straße (Symbolbild)
Durch Unfälle und Krankheiten können einem Pferdehalter ohne Versicherungen hohe Kosten entstehen (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago

Versicherungen bei Pferden: Sie bieten Schutz für Tier und Besitzer

Versicherungen gibt es für alle möglichen Bereiche und Anliegen. Auch für Pferde stehen unterschiedlichste Angebote zur Auswahl. So viel vorweg: Keine Pferdeversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und daher Pflicht. Es liegt jedoch im Interesse von Besitzer und Tier, bestimmte Versicherungen abzuschließen. So wird für das Tierwohl gesorgt und Halter gehen kein finanzielles Risiko ein.

Eine Haftpflichtversicherung ist für Besitzer die beste Wahl. Personenschäden im Zusammenhang mit Pferden sind keine Seltenheit und Schadensersatzsummen fallen hoch aus. Eine Haftpflichtversicherung übernimmt die Zahlung. Es spielt in Schadensfällen übrigens keine Rolle, ob ein Verschulden des Pferdebesitzers vorliegt – er trägt grundsätzlich die Verantwortung für sein Pferd.

Bei Wahl und Abschluss der Haftpflichtversicherung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

Bei der Haftsumme dürfen Pferdebesitzer nicht zu knapp kalkulieren, denn Schadensfälle sind mit Kosten im vierstelligen Bereich verbunden.

Versicherungen bei Pferden: OP- und Lebensversicherung als Ergänzung

Die Haftpflicht ist die bekannteste und am häufigsten abgeschlossene Versicherung für Pferde. Besitzer haben auch noch weitere Möglichkeiten ihr Vermögen zu schützen, darunter die Operationskostenversicherung (OP-Versicherung).

Koliken sind bei Pferden keine Seltenheit und verursachen hohe Operationskosten. Die Summe beläuft sich im Durchschnitt auf 2.000 Euro und sie steigt mit der stationären Behandlung. Abhängig von der Krankheit und der Dauer des Eingriffs wird die finanzielle Belastung für Eigentümer größer. OP-Versicherungen springen in solchen Fällen ein und übernehmen – zumindest teilweise – die Kosten.

Für die Festsetzung der Versicherungsprämie sind Alter und Geschlecht des Pferdes irrelevant. Bei Vertragsabschluss sollte das Pferd jedoch gesund sein, denn dieser Faktor wird bei der Festsetzung berücksichtigt. Die OP-Versicherung kostet zwischen 15 und 25 Euro pro Monat. Faktoren für die Preisbildung sind Selbstbeteiligung des Eigentümers und das Leistungsspektrum.

Darüber hinaus haben Besitzer noch die Möglichkeit, eine Lebensversicherung abzuschließen. Diese kommt für den Fall auf, dass das Pferd durch einen Unfall stirbt. Halter können die drei Versicherungen (Haftpflicht, OP und Lebensversicherung) in Paketen erwerben.

Versicherungen bei Pferden: Sind Reitbeteiligungen abgedeckt?

Eine Reitbeteiligung darf ein Pferd gegen Bezahlung reiten. Sie gilt als Mithalter des Tieres und kommt für entstandene Schäden genauso auf wie der Besitzer. Eine spezielle Versicherung für diese Vertragsform gibt es nicht. Die Versicherungen bieten Eigentümern verschiedene Konditionen an, wobei die vertraglichen Inhalte immer individuell festzulegen sind. Jedoch werden Schadensfälle durch eine Reitbeteiligung von der Haftpflicht des Pferdeeigentümers abgedeckt.

Für Pferdehalter ist zu beachten, dass eine Reitbeteiligung erst vorliegt, wenn ein Dritter gegen Bezahlung auf dem Tier reitet. Verletzt sich das Pferd in der Obhut eines Reitpartners, greift der Haftpflichtversicherungsschutz bei entstandenen Schäden. Es ist daher im Eigeninteresse des Pferdehalters, einen schriftlichen Vertrag über die Reitbeteiligung abzuschließen.

Schäden bei Besitzern oder Reitern sind von der Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt. Daher gilt auch bei einer Beteiligung: Nur Schäden, die am Pferd entstehen, werden übernommen und erstattet. Das Leistungsspektrum muss individuell geklärt und mit der Versicherung vereinbart werden. Abhängig vom Anbieter gibt es Zusatzangebote und Konditionen, die Sonderfälle abdecken, beispielsweise Personenschäden bei Eigentümern.

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