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Reitweisen im Überblick: Klassisch, Englisch und Western

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Westernreiterin auf Paint Horse und ein braunes Pferd beim Ausritt ohne Sattel. (Symbolbild)
Westernreiten ist eine der häufigsten Reitweisen (Symbolbild) © Imagebroker/Imago

Die Geschichte der Reitweisen ist so alt wie das Miteinander von Pferd und Mensch. Infos rund um Regeln, Ausbildungsziele und typische Hilfegebungen.

Athen – Rund 450 v. Chr. verfasste der Feldherr Xenophon sein berühmtes Werk „Über die Reitkunst“ und legte damit einen ersten schriftlichen Grundstein zur gerechten Verständigung von Reiter und Pferd. Auch die ursprünglichste Variante der uralten Völker – das Reiten ohne Sattel und nur wenig Hilfen am Kopf – stellt bereits eine Reitweise dar. Denn Pferd und Reiter arbeiten als Team eng zusammen und das mit geringsten Hilfestellungen. Jeder modernen Sportart im Reiten geht eine Ausbildung der zwei- und vierbeinigen Sportler voraus. Anders als beim schlichten Sich-tragen-Lassen verknüpfen Reitweisen das aktive und verständige Miteinander von Pferd und Reiter.

Reitweisen im Überblick: Klassisch, Englisch und Western

Seit das Pferd den Menschen begleitet, wird es für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt – als landwirtschaftlicher Helfer, Transportmittel, Kriegsteilnehmer, Polizei-Kollege und Freizeit-Begleiter. Idealerweise wird bei der Auswahl der Reitweise, also der Ausbildung, Rücksicht genommen auf körperliche und charakterliche Eigenschaften des Tieres. Das Gleiche gilt für den sportlichen Bereich der Freizeitreiterei wie der Teilnahme an Turnieren. Die Hauptunterschiede der Stile liegen in der Gangart, im Sitz des Reiters und den diversen Reithilfen. Hier die häufigsten Reitweisen und ihre typischen Komponenten:

Reitweisen im Überblick: Nach welchen Kriterien den passenden Reitstil auswählen?

Jedes Pferd, jeder Reiter ist unterschiedlich veranlagt in Fähigkeiten und Vorlieben. All diese Aspekte fließen in die Wahl der geeigneten Reitweise mit ein. Während der Mensch oft weiß, was passt, fällt die Beurteilung des Tieres in dieser Hinsicht schon weniger leicht. Ein paar Kriterien weisen den Weg zur Entscheidung:

In Hinblick auf Rassen-Eigenschaften betrachtet, richtet sich die Auswahl nach den Anforderungen. So eignen sich Hannoveraner, Holsteiner, Oldenburger und Trakehner für die Klassische und Englische Reitweise. Diese Warmblüter bringen die notwendige Kraft in der Hinterhand naturgegeben mit, dazu eine lange Beinpartie und die optische Eleganz. Die Westernreiter bevorzugen kraftvolle und ausdauernde Pferde und Ponyrassen mit einer Widerristhöhe von maximal 160 Zentimetern. Meist sind dies das American Quarter Horse, Appaloosa, Paint Horse und Haflinger, die wichtige Eigenschaften wie Gelassenheit und Mut mitbringen.

In vielen Fällen kombinieren erfahrene Reiter Kriterien aus mehreren Reitstilen, um möglichst optimal auf den Charakter des Pferdes einzugehen.

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