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Sonnenbrand beim Pferd: acht praktische Tipps, wie Sie vorbeugen

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Sich selbst vor Sonnenbrand zu schützen, ist selbstverständlich. Doch auch Pferde können Sonnenbrand bekommen. Diese Tipps helfen Ihrem Vierbeiner.

München – In der Sonne die Seele baumeln lassen, ist besonders schön. Doch wer es übertreibt und den Sonnenschutz vergessen hat, bekommt schnell die Folge zu spüren: Sonnenbrand. Gleiches gilt auch für Pferde, denn auch sie können, wenn sie der Sonnenstrahlung lange und ungeschützt ausgesetzt sind, einen Sonnenbrand bekommen.

Genau wie für uns Menschen ist auch für Vierbeiner ein Sonnenbrand unangenehm bis schmerzhaft. Helle Pferde, Schecken und Pferde mit weißen Abzeichen an Kopf und Beinen sind besonders anfällig. Vor allem da, wo das Fell hell und die Haut rosa ist, entstehen Sonnenbrände. Denn an diesen Stellen fehlen die schützenden, dunklen Pigmente.

Helle Hautpartien an Nüstern und Maul sind besonders anfällig für Sonnenbrand. (Symbolbild)

Sonnenbrand beim Pferd: acht praktische Tipps, wie Sie vorbeugen

Meist tritt Sonnenbrand bei Pferden an Maul und Nüstern auf, da die Haut in diesen Bereichen sehr dünn ist. Doch auch Rücken, Kruppe und Schweifrübe sind anfällig. Genau wie beim Menschen wird die betroffene Haut rot und schmerzhaft. In schlimmen Fällen kann es auch zu Bläschenbildung kommen. Bleibt die Haut ungeschützt, verbreiten und entzünden sich die wunden Stellen und die entstehenden Krusten heilen immer schlechter. Oft jucken die betroffenen Stellen auch, weswegen Kratzer ebenfalls auf Sonnenbrand hindeuten können. Diese Ziege hat es sich auf einem Pferderücken gemütlich gemacht und reitet durch die Gegend.

Sonnenbrand beim Pferd: Erste Hilfe für betroffene Stellen

Alles was kühlt, wie Kompressen, Salben oder kühlende Gele, ohne Zusatzstoffe schaffen Abhilfe bei Sonnenbränden. Achten Sie aber darauf, dass diese keine ätherischen Öle enthalten, da diese stark brennen können. Für Linderung sorgt aber auch einfacher Quark aus dem Supermarkt. Bei schweren und größeren Verbrennungen sollte jedoch der Tierarzt gerufen werden. Wenn auch ungeeignet bei Sonnenbränden, ist die Aromatherapie ein sanfter und vielfältiger Helfer in vielerlei Hinsicht.

Damit es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand kommt, helfen diese Dinge:

  • Fliegen- bzw. Sonnenschutzmasken für den Kopf, die bis über die Nüstern gehen.
  • Spezielle Netze, die am Halfter befestigt werden.
  • Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 50 ohne Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel oder Parfum, die speziell für Pferde oder für Kinder sind.
  • Wenn möglich, Schattenspender auf der Weide.
  • Nachts auf die Wiese stellen.
  • Fliegendecken bzw. Ekzemerdecken schützen Rücken, Kruppe und Schweifrübe.
  • Empfindliche Hautstellen an Beinen und Fesselbeugen können mit Gamaschen oder Glocken geschützt werden.
  • Fütterung überprüfen.

Sonnenbrand beim Pferd: Fütterung kann Empfindlichkeit begünstigen

Die Lichtempfindlichkeit der Haut kann wie beim Menschen durch aufgenommene Substanzen verstärkt werden. Dafür verantwortlich sind sogenannte photodynamische Stoffe. Vor allem bei der Fütterung von Kräutern sollten Sie vorsichtig sein. Johanneskraut zum Beispiel ist bekannt dafür, dass es bei Einnahme zu einer verstärkten Sonnenempfindlichkeit und damit zu einer erhöhten Sonnenbrandgefahr führen kann. Gleiches gilt auch für einige Kleearten und Buchweizen. Darum sollte auch kein Brot als Pferdefutter im Trog landen.

Wer die Inhaltsstoffe vom Pferdefutter überprüft und auch die Weide regelmäßig auf entsprechende Pflanzen und Giftpflanzen untersucht, kann Sonnenbrand durch eine erhöhte Sensibilität von vornherein vermeiden.

Rubriklistenbild: © Uwe Steinert/Imago