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Bei Pferden mit Spat sollten Reiter auf hohe Sprünge verzichten. (Symbolbild)

Erkrankung mit chronischem Verlauf

Spat am Sprunggelenk: Symptome, Behandlung und Fütterung

Ein Spat am Sprunggelenk ist eine nicht heilbare, degenerative Krankheit bei Pferden. Besitzer müssen die Behandlung frühzeitig einleiten, um die Symptome zu lindern.

Kaufungen – Laut Informationen der Tierklinik muss ein Spat am Sprunggelenk richtig behandelt werden, um schlimmere Krankheitsverläufe zu verhindern. Das Pferd wird nicht vollständig in seinen Bewegungen gehindert, aber durch schmerzhafte Entzündungsschübe im betroffenen Gelenk eingeschränkt.

Spat am Sprunggelenk: Was sind die Ursachen und Symptome?

Ein Spat am Sprunggelenk ist eine degenerative Gelenkerkrankung bei Pferden. Das heißt, im Krankheitsverlauf verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand des Tieres, denn durch Alterung und Belastung entstehen knochenabbauende Zellen. Daher kann ein Spat am Sprunggelenk nicht vollständig geheilt werden.

Die Ursachen liegen meistens in der Überbelastung der Sprunggelenke. Doch auch Verletzungen und vor allem Fehlbelastungen verursachen die chronische Erkrankung. Dazu gehören Quetschungen, Verdrehungen, Zerrungen und Stauchungen. Eine entscheidende Rolle spielt zudem die Fütterung. Pferde benötigen genügend Mineralstoffe. Werden sie als Jungtiere nicht ausreichend versorgt, führt das zu einem gestörten Stoffwechsel und es bilden sich dadurch Ablagerungen im Gewebe.

Die Symptome sind für Besitzer schwer zu erkennen, denn die Krankheit nimmt einen schleichenden Verlauf. Pferde empfinden mit Beginn der Krankheit Schmerzen, die sich durch Lahmheit und eingeschränkte Bewegungsverläufe zeigen. Bei einem akuten Entzündungsschub schwillt das betroffene Sprunggelenk an und wird warm. Pferde zeigen ihre Schmerzen nicht dauerhaft, denn die Symptome zeigen sich schubweise. Lahmheitssymptome sind für Besitzer das Anzeichen, die Behandlung über einen Tierarzt einzuleiten.

Spat am Sprunggelenk: Die richtige Behandlung

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto effektiver können Besitzer ihr entgegenwirken. Der Krankheitsverlauf eines Spats am Sprunggelenk wird durch die richtige Behandlung nicht nur positiv beeinflusst, sie kann auch schwerwiegenden Verläufen vorbeugen. Eine abschließende Therapie ist jedoch ausgeschlossen. Ein Tierarzt sollte eine frühzeitige Untersuchung durchführen und anschließend eine Diagnose stellen, die Aufschluss über die weitere Behandlung gibt.

Das Ziel der Therapie ist die Schmerzlinderung beim Pferd und die Prävention eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufs. Am Anfang der Krankheit müssen das Sprunggelenk therapiert und die Regeneration der betroffenen Strukturen eingeleitet werden. Die Beschwerden kommen schubweise, man spricht von der akuten Phase. In dieser Phase erfolgt die medikamentöse Behandlung. Die Schmerzen werden dadurch gelindert und die Schwellung der betroffenen Stelle geht zurück.

Der Hufschmied hilft bei der akuten Phase durch eine orthopädische Behandlung zur Entlastung des betroffenen Sprunggelenks. Abhängig vom Krankheitsverlauf ist eine künstliche Versteifung des Pferdes sinnvoll, um die Schmerzen vorübergehend zu lindern.

Spat am Sprunggelenk: Was Besitzer beachten müssen

Die Prävention stellt die beste Behandlungsmethode dar. Pferdebesitzer achten idealerweise bereits im Fohlenalter auf ausreichend Bewegung und eine gute Mineralstoffzufuhr.

Im Laufe der Krankheit therapieren Halter das Pferd durch angepasste Bewegung. Das Tier darf nicht überlastet werden und benötigt beim Reiten eine längere Aufwärmphase. Harte Böden gilt es zu vermeiden, Reiter sollten auf hohe Sprünge verzichten. Der Tierarzt oder Physiotherapeut ist der beste Ansprechpartner, um die ideale Trainingsform für das erkrankte Pferd zu bestimmen.

Pferde mit Spat am Sprunggelenk tragen spezielle Schoner, um den Krankheitsverlauf nicht zu forcieren. Bei der Anbringung eines Schoners müssen Pferdehalter Folgendes beachten:

  • Der Schoner darf nicht zu locker sitzen, denn sonst ist es nicht zielführend.
  • Zu eng darf der Schoner nicht angebracht werden, da sonst die Blutzirkulation unterbunden wird.
  • Eine Bandage für das Knie hilft gegen Abrutschen des Schoners.

In Absprache mit dem Tierarzt sollten Besitzer ihr Pferd regelmäßig untersuchen lassen, um die Einzelheiten zu klären. Die Beobachtung des Krankheitsverlaufes ist für die weitere Entwicklung entscheidend und Besitzer können nach Empfehlung des Tierarztes nach dem jeweiligen Stand der Krankheit richtig handeln.