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Strahlfäule ist eine bakterielle Erkrankung, die sich durch mangelnde Hufpflege bilden kann. (Symbolbild)

Ursachen und Symptome

Strahlfäule beim Pferd: Dauer und was am besten gegen die Huferkrankung hilft

Der Huf des Pferdes ist Nährboden für Bakterien, die Strahlfäule verursachen können. Mit entsprechenden Pflegemaßnahmen können Besitzer eine Erkrankung vermeiden.

Isernhagen – Die örtliche Tierklinik informiert Pferdehalter über die richtige Hufpflege und welche Maßnahmen es zu beachten gibt. Viele Besitzer vernachlässigen die Hufpflege und gefährden damit die Gesundheit ihres Pferdes durch Huferkrankungen.

Strahlfäule beim Pferd: Ursachen und Symptome

Hufprobleme gehören zu den Hauptursachen von Lahmheit bei Pferden. Der Huf ist anfällig für verschiedenste Krankheiten und bietet einen idealen Boden für Bakterienbildung. Die Strahlfäule gehört zu diesen Krankheiten. Bakterien greifen den Strahl des Hufs an und zersetzen ihn. Beim Strahl handelt es sich um eine erhöhte, dreieckige Struktur in der Mitte der Sohle, die dabei hilft, das Gewicht des Pferdes zu tragen, und ihm Trittsicherheit gibt.

Die Ursachen einer Strahlfäule liegen in der mangelnden Pflege. Das betrifft nicht nur die Pflege des Hufs selbst, sondern die Gesamthaltung des Pferdes. Ein Matschpaddock oder nasse Einstreu begünstigt die Bakterienbildung. Auch eine schlechte Durchblutung infolge von zu wenig Bewegung gehört zu den Hauptursachen einer Strahlfäule. Ein Hufschmied, der den Huf falsch behandelt oder beschlägt, trägt ebenfalls zur Ausprägung der Erkrankung bei.

Unabhängig von der Ursache zeigt sich eine Strahlfäule durch folgende Symptome:

  • Die Strahlfurchen verengen oder vertiefen sich.
  • Das Pferd entwickelt einen unangenehmen, fauligen Geruch.
  • Hufhorn löst sich ab.
  • Das Pferd beginnt zu lahmen.

Erkennen Halter eines oder mehrere dieser Symptome, bedarf es der richtigen Behandlung.

Strahlfäule beim Pferd: So wird sie richtig behandelt

Da es sich bei der Strahlfäule um eine bakterielle Erkrankung handelt, bilden sich faule Stellen im Huf des Pferdes. Leiten Besitzer die Behandlung nicht rechtzeitig ein, breitet sich die Krankheit über den gesamten Huf aus.

Die Anpassung und Optimierung der Haltungsbedingungen haben zur erfolgreichen Behandlung zunächst Priorität. Das erkrankte Pferd muss sich in einer trockenen Box befinden. Halter müssen daher nasses Heu austauschen und Pferdeäpfel entfernen. Sind die Bedingungen angepasst, erfolgt die eigentliche Behandlung, die mit einer Reinigung des Hufs beginnt.

Zu Beginn untersucht ein Hufschmied die Strahlfäule und entfernt bereits verfaultes Gewebe, damit das verbleibende Horn die Pflegemittel aufnimmt. Für die Behandlung wird eine mit einem desinfizierenden Mittel getränkte Kompresse verwendet. Anschließend erfolgt die Behandlung der betroffenen Stelle mithilfe eines sauberen Hufkratzers.

Die Dauer des Genesungsprozesses hängt vom Schweregrad der Krankheit ab. Das Wachstum des Horns ist ein entscheidender Faktor für die Genesung.

Strahlfäule beim Pferd: Wie wird sie verhindert?

Mit Abschluss der Behandlung beginnt zugleich die Prävention, um einem erneuten bakteriellen Befall vorzubeugen. Strahlfäule entsteht durch eine mangelhafte Haltung. Der Hufschmied muss den Huf des Pferdes alle sechs bis acht Wochen behandeln und pflegen.

Die Pflege des Pferdehufs erfolgt durch tägliches Bürsten. Die Bürste muss sauber sein und die Unterseite des Hufs wird mit sanftem Druck gereinigt. Für eine Erweiterung der Pflegemaßnahmen fetten Besitzer den Huf des Pferdes einmal pro Woche ein.

Die richtige Ernährung für ein Pferd ist ausschlaggebend für die Prävention von Krankheitsbildungen. Sind die Hufe trotz guter Pflege und genügend Auslauf krankheitsanfällig, fehlt es dem Tier an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Ernährung klären Besitzer mit dem Tierarzt, um den Mangel auszugleichen und das Pferd richtig zu versorgen.

Einer Strahlfäule lässt sich auch durch genug Bewegung vorbeugen. Die schlechte Durchblutung eines Pferdes begünstigt die Bildung von Bakterien. Ein Pferd benötigt täglich ungefähr zwei Stunden Bewegung. Saubere Stallbedingungen spielen bei der Prävention eine entscheidende Rolle – Matsch, nasses Heu oder Pferdeäpfel begünstigen die Bildung von Strahlfäule und anderen Krankheiten.