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Tipps zur Pferdefütterung – und was Sie noch über den Pferdebauch wissen sollten

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Die Form des Bauches und Rumpfes ist bei Pferden so individuell wie das Tier selber. Doch der Verdauungstrakt ist bei allen gleich – nämlich hochsensibel.

München – Ein Blick auf den Bauch kann nicht nur viel über die körperliche Kondition des Pferdes verraten. Es lässt sich noch viel mehr daran ablesen. Auch, wie es dem Tier gesundheitlich geht. Denn hinter dem Bauch, den wir sehen, steckt ein hochkomplexer und empfindlicher Verdauungstrakt. Um diesen gesund zu erhalten, ist eine gute Fütterung Voraussetzung.

Tipps zur Pferdefütterung – und was Sie noch über den Pferdebauch wissen sollten

Jeder Pferdekenner weiß, wie unterschiedlich Tiere sind. Dazu zählt auch die Bauch- und Rumpfform. Beeinflusst wird sie durch mehrere Faktoren. Abgesehen von der Genetik spielen Fettgewebe, Muskeln und Darmfüllung eine Rolle. Während das Fettgewebe bei Pferden aber eher auf den Rippen oder hinter der Schulter liegt, beeinflussen die Muskeln tatsächlich die Bauchform. Aber auch ein voller Magen-Darm-Trakt lässt den Bauch hinter den Rippen deutlich runder werden. Das bedeutet also auch: Hat ein Pferd einen runden Bauch, ist es noch lange nicht dick. Bekommen Pferde zum Beispiel viel Stroh oder ist das Gras auf der Weide im Herbst faserig und energiearm, kann das Pferd zwar rund aussehen, ist aber dennoch normal gewichtig oder kann sogar zu dünn sein.

Pferde fressen im Winter Heu auf der Koppel. (Symbolbild)
Für einen gesunden Magen-Darm-Trakt ist eine ausreichende Raufutterversorgung wichtig. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago

Bei vielen Zuchtstuten ist ein Hängebauch zu beobachten, vor allem, wenn sie bereits mehrere Fohlen hatten. Das ist aber natürlich und liegt am stark ausgedehnten Bindegewebe. Allerdings tendieren auch andere Pferde, wenn sie von Natur aus weiches Bindegewebe oder einen schwachen Muskeltonus haben, zu einem Hängebauch.

Tipps zur Pferdefütterung – Krankheiten am Bauch ablesen und schonend füttern

Sind die Bauchmuskeln seitlich zu sehen und wirken verkrampft, ist das die sogenannte Dampfrinne. Hauptsächlich ist ihr Hervortreten an Pferden zu beobachten, die an einer chronischen Erkrankung der Lunge leiden. Denn diese Pferde können die Luft nur noch mithilfe der Bauchmuskeln aus den Lungen herauspressen.

Wirkt der Bauch nach hinten Richtung Flanke hochgezogen, ist das oft ein Anzeichen für Schmerzen. Vor allem, wenn die seitlichen Bauchmuskeln dabei hervortreten. Diesen sogenannten aufgezogenen Bauch sieht man zum Beispiel oft bei Koliken. Doch auch hier gilt: Prävention ist die beste Medizin. Beachtet man ein paar grundlegende Dinge, lassen sich Koliken oft vermeiden. Hier ein paar Fütterungstipps, mit denen Sie für ein besseres Bauchgefühl bei Ihrem Pferd sorgen können.

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