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Touchieren von Pferden: FN-Präsidium will Trainingsmethode verbieten

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Von: Sina Lück

Das Touchieren von Pferden am Sprung soll künftig nicht mehr erlaubt sein. Das Verbot der Trainingsmethode hat das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verkündet.

Warendorf – Die Trainingsmethode des Touchierens von Pferden am Sprung soll verboten werden. Diese Entscheidung hat das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mitgeteilt. Bereits seit Anfang 2021 hat sich die Kommission Ausbildungsmethoden ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Die einstimmige Empfehlung: ein Verbot des Touchierens vom Pferden am Sprung. Damit soll das Verbot der Methode am Sprung künftig auch im Training im Turniersport-Regelwerk Leistungsprüfungsordnung (LPO) verankert sein. Dafür wird das FN-Präsidium in einem nächsten Schritt einen entsprechenden Antrag im FN-Beirat Sport stellen.

Das Foto zeigt die Vorderbeine eines Pferdes über dem Sprung. (Symbolbild)
Das FN-Präsidium will das Touchieren von Pferden über dem Sprung verbieten. (Symbolbild) © Jacques Toffi/Imago

Touchieren von Pferden: FN-Präsidium will Trainingsmethode verbieten

In den entscheidenden Sitzungen hielten Präsidium und Kommission folgende Punkte fest:

Touchieren von Pferden: Trainingsmethode in Folge der „Barr-Affäre“ aufgenommen

In den 1990er-Jahren wurde die Trainingsmethode des Touchierens von Pferden am Sprung in Folge der sogenannten „Barr-Affäre“ in die FN-Richtlinien für Reiten und Fahren aufgenommen. Dadurch hat sich das Touchieren am Sprung zu einer anerkannten Trainingsmethode etabliert* – sofern diese fachgerecht durchgeführt wird. Davon abzugrenzen ist das Barren, das seit Jahren in den Leitlinien für den Tierschutz im Pferdesport als tierschutzwidrige Methode definiert ist. Die Entscheidung, nun auch das Touchieren im Training zu verbieten, hält FN-Ausbildungsleiter Thies Kaspareit aber für richtig: „Eine klare Positionierung gegen das Touchieren am Sprung gibt allen Akteuren eine klare Orientierung und schützt die Pferde.“ FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach ergänzt: „Indem wir das Touchieren am Sprung verbieten, gleichen wir unser nationales Regelwerk an die internationalen Regeln der FEI an.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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