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Winterfester Paddock für Pferde – achten Sie auf diese Dinge

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Im Winter genießen Pferde die frische Luft zumeist auf einem Paddock mit Heuraufe. Aber ist diese auch sicher? Und wie steht es um die Tränke? Zeit für einen Check.

München – Für alle Pferdehalter gilt es, das Verletzungsrisiko der Pferde so gering wie möglich zu halten und ihre Gesundheit zu fördern. Das heißt aber nicht nur, dass die Box oder das Futter in einem einwandfreien Zustand sein sollte, sondern auch Weide und Paddock. Im Winter ist deswegen ein prüfender Blick auf Tränken und Heuraufen ratsam. Mit diesen Tipps machen sie ihren Paddock fit und sicher für den Winter.

Winterfester Paddock für Pferde – achten Sie auf diese Dinge

Damit Pferde genügend Platz an der Heuraufe haben, sollte diese möglichst mittig des Paddocks aufgestellt werden. Als Faustregel für die Größe der Freifläche drumherum gilt mindestens 1,5 Mal die durchschnittliche Widerristhöhe. Wichtig ist, dass keine Sackgassen, spitze Winkel oder Engpässe unter 80 cm entstehen, damit genügend Platz zum Ausweichen bleibt. Außerdem sollten alle Materialien festsitzen und frei von Beschädigungen oder scharfen Kanten sein. Die Abstände der Fressgitter bei Heuraufen sollten nicht kleiner als 5 cm und nicht größer als 30 cm sein.

Ponys fressen im Winter auf einer Koppel aus einer Heuraufe. (Symbolbild)
Heuraufen und Tränken sollten von ausreichend Fläche umgeben sein. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago

Winterfester Paddock für Pferde – optimale Fütterung an der Heuraufe

Um allen Pferden das Fressen an der Heuraufe zu ermöglichen und um aggressive Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollte das Tier-Fressplatz-Verhältnis idealerweise bei mindestens eins zu zwei liegen. Überdachte Heuraufen eignen sich im Winter besonders, da so das Futter nicht vom Regen nass wird und verdirbt. Das Dach sollte aber hoch genug und dicht sein. Ideal sind Dachüberstände, die es den Tieren ermöglichen im Trockenen an der Heuraufe zu stehen. Der Boden sollte möglichst trittsicher und rutschfest sein, um die Sturzgefahr zu minimieren. Optimal ist ein befestigter Untergrund, der den Boden rund um Heuraufe oder auch Tränke trocken und sauber hält. Das hat auch den Vorteil, dass unerwünschte Nährstoffeinträge in den Boden durch Exkremente sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen der Pferde vermieden werden können. Denn vor allem für Hufe und Haut ist eine nasse und unhygienische Umgebung ungesund und der ideale Nährboden für Strahlfäule oder Mauke.

Winterfester Paddock für Pferde – Wasserversorgung sichern

Achten Sie auch auf die Tränken. Sind die Tränken frei zugänglich und von genügend Platz umgeben? Und sind für Ihren Pferdebestand genügend vorhanden? Ein Selbsttränkebecken reicht für etwa 15 Pferde und eine lange Trogtränke für etwa 20 Pferde. Die Tränken und Leitungen sollten funktionstüchtig und sauber sein. Für den Winter sind frostsichere Tränken wichtig. Am besten, wenn möglich schon beim Verlegen der Leitungen auf eine Mindesttiefe von 1,20 m achten, sie isolieren und die Tränke beheizen. Ratsam ist es in regelmäßigen Abständen die Wasserqualität zu kontrollieren. Beurteilungswerte gibt der „Orientierungsrahmen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung der hygienischen Qualität von Tränkwasser“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium vor. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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