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Zahngesundheit beim Pferd: Fünf Anzeichen, dass der Zahnarzt kommen muss

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Wenn das Pferd Probleme beim Fressen hat, kann das ein Zeichen für Zahnprobleme sein. Doch es gibt noch mehr Hinweise, die für einen Besuch beim Zahnarzt sprechen.

München – Scharfe Kanten, Fehlstellungen, Karies: Es gibt viele Gründe, warum das Pferd Zahnprobleme hat. Doch nicht immer sind die Symptome klar zu erkennen. Wir verraten, bei welchen fünf Anzeichen der Tierarzt besser einen prüfenden Blick ins Maul werfen sollte.

Zahngesundheit beim Pferd: 1. Auffälliges Fressverhalten

Das Fressverhalten von Pferden liefert wichtige Hinweise über die Gesundheit der Pferdezähne. Pferdebesitzer sollten ihre Vierbeiner zur Fütterungszeit daher genau beobachten. Braucht mein Pferd nicht übermäßig viel Zeit zum Fressen und kaut es sein Futter normal? Kann es auch von harten Futtermitteln wie zum Beispiel Möhren kraftvoll abbeißen? Können diese Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, besteht meist kein Grund zur Sorge.

Langsames Fressen, vermehrtes Speicheln und ungewöhnliche Kaubewegungen können dagegen deutliche Anzeichen für Probleme sein. Spätestens dann, wenn das Tier das Futter komplett verweigert, sollte der Tierarzt zur Kontrolle kommen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist eine regelmäßige Pferdevorsorge, zu der auch eine entsprechende Zahnbehandlung gehört, empfehlenswert.

Ein Blick ins Pferdemaul gibt Aufschluss über mögliche Zahnprobleme. (Symbolbild)

Zahngesundheit beim Pferd: 2. Ausspucken von „Heuwickeln“

Auch die Art und Weise, wie das Pferd Raufutter frisst, gibt Aufschluss über die Zahngesundheit. Spuckt das Pferd „Heuwickel“ aus dem Maul aus, ist das ein eindeutiges Zeichen für Zahnprobleme. Dabei handelt es sich meist um längliche Futterklumpen, die nicht richtig zerkleinert werden können und sich im Maul des Pferdes ansammeln. Beim Kauen fallen sie schließlich heraus. Genauer hinschauen sollten Besitzer außerdem, wenn das Pferd übermäßig viel Kraftfutter aus dem Maul verliert.

Zahngesundheit beim Pferd: 3. Abwehrverhalten beim Reiten

Neben dem Fressverhalten liefert das Pferdeverhalten insgesamt wichtige Anhaltspunkte für die Zahngesundheit des Tieres. Jegliche Widersetzlichkeit kann zeigen, dass etwas nicht stimmt. Das reicht von der Verweigerung des Gebisses über Kopfschlagen beim Reiten bis hin zu allgemeinen Rittigkeitsproblemen. Um scharfe Kanten an den Zähnen und schmerzhafte Verletzungen an der Maulschleimhaut auszuschließen, lieber einmal mehr den Pferdezahnarzt rufen.

Zahngesundheit beim Pferd: 4. Beschaffenheit der Äppel

Was für Menschen gilt, ist bei Pferden nicht anders: Eine gute Verdauung beginnt im Mund bzw. im Pferdemaul. Das Futter sollte daher gründlich gekaut und eingespeichelt werden. Ist das aufgrund von Zahnproblemen nicht möglich, funktioniert die Verdauung nicht richtig. Somit kann auch die Beschaffenheit der Äppel indirekt Aufschluss über den Zustand der Zähne. Bei Auffälligkeiten wie Durchfall, Kotwasser und unverdauten Futterpartikeln sollte der Tierarzt oder eine Pferdeklinik das Gebiss des Pferdes zeitnah kontrollieren.

Zahngesundheit beim Pferd: 5. Gewichtsverlust und Koliken

Bestehen die Zahnprobleme schon länger, kann sich das auch in Gewichtsverlust äußern. Betroffene Pferde nehmen nicht genügend Futter auf oder können es nicht richtig verwerten. Darunter leidet auch der allgemeine Gesundheitszustand des Pferdes. Die möglichen Folgen: Stumpfes Fell, Probleme beim Fellwechsel und schlechter Allgemeinzustand. Wenn die Pferde das Futter nicht mehr richtig zerkleinern können, steigt auch das Risiko für Verstopfungs-Koliken.

Rubriklistenbild: © Frank Sorge/Imago