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Braunbär streift durch Garmisch-Partenkirchen: Wildtierkamera liefert Beweis

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Nach zwei Jahren ist in Oberbayern wieder ein Braunbär unterwegs. Eine Wildtierkamera hat den Bären am vergangenen Wochenende aufgenommen.

Garmisch-Partenkirchen (Bayern) – Die Wälder und Berge in Oberbayern ziehen das ganze Jahr über viele begeisterte Wanderer an. Doch, wenn auch selten, streifen auch mal ein paar pelzige Wanderlustige durch diese Gegend – nämlich Braunbären. Auch jetzt scheint wieder Bärenbesuch da zu sein. Eine Wildtierkamera in Garmisch-Partenkirchen hat am Wochenende einen Braunbären aufgenommen.

Braunbär streift durch Garmisch-Partenkirchen: Wildtierkamera liefert Beweis

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LuF) bestätigt die Braunbären-Sichtung und teilt mit, dass es aktuell keine weiteren Sichtungen gegeben habe. Nach zwei Jahren ist dies wieder der erste Wanderzug eines Bären durch Bayern. Zuletzt wurde 2020 ein Braunbär dort gesichtet. Im Winter 2019/2020 konnte dieser sogar häufiger beobachtet werden. Ob es sich nun um dasselbe Tier handelt, kann derzeit nicht gesagt werden.

Braunbär auf der Wiese. (Symbolbild)
In Garmisch-Partenkirchen tappte ein Braunbär am Wochenende in eine Fotofalle. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

Braunbär streift durch Garmisch-Partenkirchen: keine dauerhafte Ansiedlung

Auch wenn es hin und wieder Braunbären in die Region zieht und seit 2019 immer wieder Bären im österreichisch-deutschen Grenzgebiet von Kameras aufgenommen werden, erwartet Bayern keine dauerhafte Ansiedlung. Schließlich sei es normal für junge Männchen, dass sie auf der Suche nach einem Weibchen teils sehr weite Wanderstrecken zurücklegen, erklärt das Landesamt. Die nächst größere Population von Braunbären befindet sich in Italien, im etwa 120 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernten Trentino. Außergewöhnliche Aufnahmen liefert auch diese GoPro-Kamera, die ein Bär im Wald gefunden hat.

Braunbär streift durch Garmisch-Partenkirchen: nicht in Panik verfallen

Über den seltenen Braunbären-Besuch sind entsprechende Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern bereits informiert. Außerdem fordern die Behörden Wanderer dazu auf, bei Ausflügen keine Essensreste und keinen Müll zu hinterlassen. Wie „Merkur.de“ berichtet, ist Tessy Lödermann, Kreischefin des Tierschutzvereins, mit der aktuellen Braunbären-Sichtung bereits betraut und warnt vor Panikmache. „Bären sind in der Regel friedfertige Tiere und meiden den Menschen“, sagt die Dritte Landrätin. 

Braunbär streift durch Garmisch-Partenkirchen: Bären in vielen Ländern ausgestorben

Im Mittelalter waren Braunbären noch in ganz Europa verbreitet, doch mittlerweile sind sie in vielen Ländern ausgestorben – in Deutschland schon seit über 150 Jahren. Im Mai 2006 wanderte erstmals nach über 100 Jahren wieder ein Bär nach Deutschland. Mit dem Namen „Bruno“ erlangte er Berühmtheit. Seine Wanderung jedoch endete, weil er Nutztiere gerissen hat, traurig. Nach wenigen Wochen wurde er erschossen. Einem Sondereinsatzkommando gelang es nicht, ihn lebend einzufangen.

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