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Katzen und Hunde mit Demenz: Krankheit unterdiagnostiziert

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Von: Anna Katharina Küsters

Nicht nur Menschen, auch Tiere können an Demenz erkranken. Nur merken das viele Besitzer nicht und können ihren Haustieren so nicht richtig helfen.

Demenz ist eine Krankheit, die auch bei Tieren vermehrt im hohen Alter auftreten kann. Die Symptome von Tieren und Menschen mit dieser Krankheit ähneln sich dabei sogar: Hunde und Katzen, die am kognitiven Dysfunktionssyndrom leiden, sind beispielsweise orientierungslos, sind nicht mehr stubenrein und verweigern das Fressen. Bei Tieren bleibt diese Krankheit aber häufig unerkannt. So können Ärzte sie nicht ausreichend behandeln.

Katzen und Hunde mit Demenz: Krankheit unterdiagnostiziert

Spielerische Herausforderungen trainieren das Hundegehirn.
Spielerische Herausforderungen trainieren das Hundegehirn. (Symbolbild) ©  SandraFotodesign/Imago

Auch bei Katzen und Hunden ist Demenz nicht heilbar. Die Symptome lassen sich aber mit unterschiedlichen Therapieansätzen etwas lindern. Möglich sind zum Beispiel folgende Behandlungswege:

Das Problem ist jedoch, dass Ärzte Demenz bei Katzen und Hunden nur sehr selten feststellen. Typische Symptome bei Tieren mit Demenz sind zum Beispiel ihre Verweigerung von Futter, Orientierungslosigkeit, aber auch Rastlosigkeit und Schlafprobleme. Auch aggressives oder uninteressiertes Verhalten sind keine Seltenheit.

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Besitzer, die solche Veränderungen an ihrem Tier wahrnehmen, sollten dringend den Tierarzt aufsuchen. Wenn eine klare Diagnose der Krankheit feststeht, können Besitzer es der Katze oder dem Hund so angenehm machen wie möglich. Das bedeutet beispielsweise, in der Wohnung oder dem Haus bestimmte Bereiche für das Tier festzulegen, innerhalb derer es sich nicht verletzten kann und nicht allein ist.

Katzen und Hunde mit Demenz: Viele Tiere betroffen

Die extreme Unterdiagnostizierung der Demenz bei Katzen und Hunden ist verheerend, denn laut unterschiedlicher Studien leiden 68 Prozent der Hunde zwischen dem 15. und 16. Lebensjahr an dieser Krankheit. Bei Katzen soll es jede Zweite über 15 Jahren treffen. Die Tierärztliche Hochschule in Hannover hat deswegen eine spezielle Sprechstunde für demente Hunde- und Katzenpatienten eingerichtet.

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