Held auf drei Pfoten

Dreibeiniger Hund rettet verwaistes Otterbaby

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Ein kleines, verwaistes Otterbaby kämpft im eisigen Fluss um sein Leben. In einer waghalsigen Aktion springt ein dreibeiniger Hund ins Wasser und rettet es vor dem Ertrinken.

Minnesota – Die beiden Mädchen Ella und Lucy Hammerstrand verbringen das Osterwochenende gemeinsam mit der ganzen Familie am Ufer des St. Croix River in Minnesota. An ihrer Seite – der sechsjährige Goldendoodle-Rüde Gus, der ihren Großeltern gehört.

Dreibeiniger Hund rettet verwaistes Otterbaby – und wird zum Held

Plötzlich springt der Rüde ohne jegliche Vorwarnung in den eiskalten Fluss und schwimmt davon. Verwirrt und beunruhigt zugleich versuchen Ella und Lucy ihm vom Ufer aus zu folgen. Sie machen sich riesige Sorgen, denn Gus wurde vor kurzem operiert und hat nur noch drei Beine. Der Vierbeiner schwimmt etwa 15 Meter weit und taucht dann wieder aus dem Wasser auf – doch er kommt nicht alleine. Er trägt etwas im Maul.

Ein Goldendoodle hat ein Otterbaby aus einem Fluss vor dem Ertrinken gerettet.

Dreibeiniger Hund rettet verwaistes Otterbaby – von der Mutter fehlt jede Spur

„Das erste Mal, dass er mit drei Beinen schwimmt, und er kommt mit einem kleinen Babyotter im Maul aus dem Wasser“, verrät Ella gegenüber Fox 9. Die beiden Mädchen rufen sofort ihre Eltern um Hilfe und die Familie macht sich auf die Suche nach der Mutter des hilflosen Tierbabys – doch von der fehlt weit und breit jede Spur. „Ich hielt das Baby eine Weile in meinen Händen, während wir versuchten, seine Mutter zu finden, aber wir konnten es nicht“, sagt Lucy. 

Dreibeiniger Hund rettet verwaistes Otterbaby – zu früh von der Mutter getrennt

Also wickeln sie das Otterbaby in eine Decke und bringen es ins „Wildlife Rehabilitation Center of Minnesota“ in Roseville. „Er war so süß. Seine Augen waren noch nicht einmal geöffnet. Man konnte nur seine kleinen Fingernägel und seinen kleinen Schwanz sehen“, sagt Ella. 

Dreibeiniger Hund rettet verwaistes Otterbaby – obwohl er selbst krank ist

Dort angekommen, wird der Kleine sofort versorgt. Die Mitarbeiter des „Wildlife Rehab Center of Minnesota“ schätzen, dass das Jungtier gerade mal eine Woche alt ist. Also viel zu jung um alleine zu schwimmen und von der Mutter getrennt zu sein. Denn in der Regel verbringen sie das komplette erste Jahr gemeinsam. Doch nun wird sich ausreichend um ihn gekümmert.

Und der heldenhafte Gus hat sich eine extra Portion Leckereien und jede Menge Streicheinheiten verdient. Denn auch Gus hat zu kämpfen. Vor kurzem wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Dies war auch der Grund, warum ihm im Februar ein Bein amputiert wurde. Doch auch auf drei Beinen geht es ihm ganz hervorragend. „Er läuft so schnell wie eh und je“, verrät die Besitzerin von Gus.

Rubriklistenbild: © Instagram (wrcmn)