Grüne und rote Signale

Dromedare im Straßenverkehr – Stadt Landau führt tierische Ampelmännchen ein

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Dromedare als Ampelmännchen: Das gibt es nur in der Stadt Landau. Ab sofort regeln die einhöckrigen Kamele den Straßenverkehr rund um den Zoo.

Landau (Rheinland-Pfalz) – Im Straßenverkehr Landau ist tierisch was los. Genauer gesagt: Die Dromedare sind los. Insgesamt 32 der einhöckrigen Kamele zieren die Ampeln der Stadt. Als tierische Ampelmännchen regeln sie ab sofort den Verkehr rund um den Zoo. Doch warum hat sich Landau ausgerechnet Dromedare ausgesucht?

In Landau zieren ab sofort grüne und rote Dromedare die Ampeln der Innenstadt.

Dromedare im Straßenverkehr – Stadt Landau führt tierische Ampelmännchen ein

Individuelle Ampelmännchen sind nichts Neues. Ob Elvis im hessischen Friedberg, Mainzelmännchen in Mainz oder Otto Waalkes-Ampeln im niedersächsischen Emden – in Deutschlands Städten trifft man auf einige kuriose Verkehrshelfer. Mit den Bremer Stadtmusikanten gab es auch schon tierische Vertreter. Für die jeweiligen Regionen haben die Ampelmännchen meist eine besondere Bedeutung. So war auch für die Stadt Landau schnell klar: Dromedare sollen es sein. „Mit unseren Dromedaren wollen wir eine regionale Besonderheit herausstellen, ein Zeichen für unseren ‚kleinen, aber feinen‘ Zoo setzen, aber natürlich auch die Passantinnen und Passanten zum Schmunzeln bringen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Hirsch.

Dromedare im Straßenverkehr – Design für Ampeln basiert auf Logo des Zoos

Insgesamt wurden 32 neue Signale zu Ehren des Landauer Zoos installiert: Rund um das Wahrzeichen der Stadt leuchten nun 16 grüne und 16 rote Dromedare auf den Fußgängerampeln – geführt von einer „Ampelfrau“. Kostenpunkt: Rund 3.000 Euro. Das Design für die Dromedar-Ampeln wurde extra angefertigt und basiert auf dem offiziellen Zoo-Logo, auf dem drei Dromedare zu sehen sind. Dass eine Frau mit dem Dromedar spazieren geht, ist laut Oberbürgermeister reiner Zufall. Genauso gut hätte die Wahl auch auf einen „Ampelmann“ fallen können. Nichtsdestotrotz ist das Motiv nicht etwa willkürlich gewählt: „Ampelfiguren haben klare Anforderungen zu erfüllen, etwa muss deutlich erkennbar sein, dass die Figur sich bewegt bzw. stillsteht“, betont Farid Moayyedi, stellvertretender Leiter der Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Stadtbauamt.

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel freut sich über die Ehre, die den Zootieren zuteil wird*. „Unsere Logotiere als Ampelfiguren sind eine schöne Würdigung des Zoos und seiner Bedeutung als Ort der Erholung, der Umweltbildung, des Artenschutzes und der Forschung.“ Auch bei den Passanten kommen die einhöckrigen Kamele auf den Fußgängerampeln offenbar gut an. Der ein oder andere Schmunzler ist bei Zoofans garantiert. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stadt Landau/dpa