Hilfe für Wildtiere

Eichhörnchen richtig füttern: So kann man die putzigen Nager unterstützen

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Sie sind klein, geschickt und immer auf dem Sprung. Jetzt im Herbst legen die fleißigen Sammler Nahrungsdepots für den Winter an. So kann man ihnen helfen.

Berlin – Eichhörnchen zählen zu den beliebtesten Wildtieren und sind gern gesehene Gäste in unseren Gärten. In ihrem natürlichen Lebensraum Wald brauchen sie keine Hilfe von uns Menschen. In der Stadt nehmen sie unsere Hilfe in der kalten Jahreszeit dagegen gern an. Aber wie kann man sie unterstützen und was fressen Eichhörnchen überhaupt?

In der kalten Jahreszeit kann man Eichhörnchen helfen, indem man geeignetes Futter anbietet. (Symbolbild)

Eichhörnchen richtig füttern: So kann man die putzigen Nager unterstützen

Im Gegensatz zu einigen anderen Nagern halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf. Sie halten Winterruhe, verbringen viel Zeit in ihrem Kobel und fahren ihren Energieverbrauch in dieser Zeit auf ein Minimum zurück. Weil sie sich trotzdem täglich mit Nahrung versorgen müssen, legen sie im Herbst viele Vorratsdepots aus Nüssen und Samen an. Aber nicht immer finden Eichhörnchen genug Futter zum Vergraben. War der Sommer heiß und trocken, gibt es in der Natur weniger Baumsamen und Schalenfrüchte. Bei länger andauerndem Frost mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder einer geschlossenen Schneedecke wird es für die Eichhörnchen sogar kritisch, da sie nicht mehr an ihre Depots herankommen. Mit artgerechter Fütterung kann man ihnen helfen.

Eichhörnchen richtig füttern: Das essen die Tiere am liebsten

Eichhörnchen sind Allesfresser. Ihre Nahrung richtet sich nach dem Angebot in ihrer Umgebung und variiert je nach Jahreszeit. Wer ihnen jetzt im Herbst beim Anlegen eines Nahrungsdepots helfen möchte, füttert am besten Nüsse mit Schale. Jungtiere benötigen dagegen Nüsse ohne Schale, da ihre Zähne die Schalen noch nicht knacken können. Nicht geeignet sind Mandeln, da sie nicht zum natürlichen Futterangebot der Hörnchen gehören und außerdem Blausäure enthalten, was zu einer Vergiftung bei den Tieren führen kann. Laut WWF Deutschland ist es sinnvoll, vor allem Eichhörnchen in der Stadt über den Winter mit artgerechtem Futter zu unterstützen. Für ein vielfältiges Futterangebot eignen sich:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Sonnenblumenkerne mit und ohne Schale
  • Pinienkerne
  • ungesalzene Erdnüsse
  • Bucheckern
  • Esskastanien
  • frisches Obst wie kleine Apfelstücke oder Weintrauben
  • Karottenstückchen

Eichhörnchen richtig füttern: Welcher Standort für die Futterstelle?

Die Futterstelle sollte möglichst weit weg vom Haus und am besten in etwa zwei Metern Höhe an einem Baum angebracht sein, damit sich die Tiere bei Gefahr schnell in Sicherheit bringen können. Besonders praktisch sind spezielle Futterspender für Eichhörnchen, die nicht täglich neu befüllt werden müssen. Man kann aber auch ein Vogelhäuschen als Futterstelle im Baum aufhängen. Eichhörnchen und Vögel kommen wunderbar miteinander aus und teilen sich eine Futterstelle. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Holz nicht mit chemischen Stoffen behandelt worden ist. Um Krankheiten oder Schimmel vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Futterstelle regelmäßig zu reinigen. (Straße ist tödliche Gefahr für Eichhörnchen: Frau hat grandiose Idee)

Eichhörnchen richtig füttern: Fast noch wichtiger ist Wasser

Fast genauso wichtig wie die Unterstützung mit Futter ist für Eichhörnchen im Winter* der Zugang zu einer Trinkwasserquelle, die nicht gefroren ist. Wer den Tieren helfen möchte, kann eine Schale mit Wasser aufstellen. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt und die Schale gereinigt werden. Wichtig: Wassertränke und auch Futter darf niemals auf den Boden gestellt werden. Es sollte immer erhöht stehen, damit Eichhörnchen – und vor allem die Jungtiere – vor Feinden wie Katzen geschützt sind. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago