Verdienter Ruhestand

Esel sind mein Leben: Frau gibt Job auf und widmet sich ganz den Vierbeinern

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Eine Frau erfüllt sich ihren Lebenstraum: Auf dieser Farm in Spanien dürfen 22 misshandelte Esel ihren wohlverdienten Ruhestand genießen.

Málaga (Spanien) – Mitten in der Corona-Pandemie erfüllt sich die Spanierin Amaya Isert ihren lang ersehnten Traum und pachtet auf einer kleinen Klippe am Randes des Dorfes Mijas ein kleines Stückchen Land. Sie baut einen Stall und mehrerer Gehege, die sie umzäunt. Die junge Frau nennt ihre Tieroase „Donkey Dreamland“, und beherbergt darauf über 22 misshandelte Esel, die sie heilt, pflegt und umsorgt.

Gegenüber der spanischen Tageszeitung „El País“ erklärt sie: „Die Esel kommen aus schrecklicher Haltung zu uns, voller Krankheiten, die ihre früheren Besitzer nicht behandelt haben, erschöpft von der Ausbeutung und vor allem zu Tode verängstigt“. Bei besonders schlimmen Fällen, schläft sie wochenlang in einem Zelt neben den Stallungen, um die panischen Tiere jederzeit beruhigen zu können.

Esel sind mein Leben: Frau gibt Job auf und widmet sich ganz den Vierbeinern

Eigentlich ist Amaya gelernte Köchin. So arbeitet sie, bevor sie sich den intelligenten Vierbeinern widmet, 20 Jahre lang auf den verschiedensten Luxusjachten und segelt auf ihnen um die ganze Welt. Doch ihre Kindheit hat sie geprägt. Und ihre Erinnerungen an das damalige Zusammenleben mit Hunden, Katzen, Kaninchen und eben auch Eseln motivieren sie, ihren Job aufzugeben, Tiere zu retten und eine Farm für misshandelte Esel zu betreiben.

Auf dieser Farm dürfen Esel ihren wohlverdienten Ruhestand genießen.

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Bei der täglichen Versorgung helfen Amaya rund 20 Freiwillige, die in der Nähe ihres Dorfes wohnen. Doch meist fehlt es an finanziellen Mitteln. „Donkey Dreamland“ wird hauptsächlich aus Spenden finanziert, die von britischen oder norwegischen Urlaubern stammen. „Es ist schockierend, wie wenig Sensibilität die Spanier noch für ein Tier aufbringen, das in unserem Leben so wichtig war“, bedauert Isert. „Wir überleben nur, durch die Touristen, die zu uns kommen“.

Die Besucher dürfen mit den überaus freundlichen Vierbeinern spazieren gehen, sie bürsten und füttern. Und dafür gibt es eine kleine Spende, die wiederum den Tieren zugutekommt. „Der Esel besitzt ein enormes Einfühlungsvermögen, vor allem gegenüber Kindern. Ich glaube, der Esel blickt direkt in dein Herz“. „Donkey Dreamland“ soll allen Eseln ein Zuhause ohne Schmerz und Leid ermöglichen. Umsorgt von Menschen, die ihnen Respekt und Liebe entgegenbringen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Instagram (donkeydreamlandmijas)