Alles über den Osterhasen

Feldhasen Fun Facts: Wehrhaft, winterfest und kein Kaninchen

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Kein Tier steht so sehr für Ostern, wie der Hase. Doch trotz seiner Berühmtheit, wissen viele Leute wenig über die langohrigen Hoppler. Wir verraten Fun Facts über den Feldhasen.

München – Kaum ein anderes Tier wird so sehr mit Ostern in Verbindung gebracht wie der Hase. Kein Wunder, schließlich versteckt er ja die Eier im Garten – jedenfalls glauben das viele Kinder. Aber nur die wenigsten Leute wissen tatsächlich über den Feldhasen Bescheid. Wir verraten ein paar spannende und lustige Fakten über die Langohren, mit denen man beim Osterfrühstück punkten kann.

Feldhasen Fun Facts: Wehrhaft, winterfest und kein Kaninchen

Echte Hasen sind keine Kaninchen. Auf den ersten Blick mögen die beiden zwar ähnlich aussehen, aber bei genauerer Betrachtung erkennt man den Unterschied eindeutig: Vom Körperbau her sind Feldhasen viel größer und schlanker als Kaninchen, außerdem haben sie längere Ohren. Wer darauf achtet, wird schnell feststellen, dass viele Schokohasen im Supermarkt in Wirklichkeit Kaninchen sind.

Feldhasen sind Meister der Tarnung und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde. (Symbolbild)

Feldhasen Fun Facts: Warmes Wetter bevorzugt

Der Feldhase mag es eher warm und bewohnt offene und halboffene Landschaften wie lichte Wälder, Steppen, Dünen und die Agrarlandschaft mit Hecken, Büschen oder angrenzenden Wäldern von Meereshöhe bis in 2500 Meter. Seinen Ursprung hat er in Steppengebieten in Westasien und Südeuropa, was wohl auch seine Vorliebe für wärmere Temperaturen erklärt.

Feldhasen Fun Facts: Verwandter des Schneehasen

Der nächste Verwandte des Feldhasen ist der Schneehase, dennoch sind beide eigenen Arten in der Familie der Hasen (Leporidae). Der Schneehase ist etwas runder gebaut und hat kürzere Ohren, damit er über diese nicht zu viel Wärme verliert. Eindeutig unterscheidbar sind Feld- und Schneehase am Schwanz: Feldhasen haben einen schwarz-weißen Stummelschwanz, der des Schneehasen ist einheitlich weiß.

Feldhasen Fun Facts: Nachtaktiver Einzelgänger

Feldhasen sind Einzelgänger. Männchen und Weibchen treffen sich nur, um sich zu paaren. Feldhasen sind sehr scheu und kommen fast nur in der Dämmerung oder in der Nacht aus ihren Verstecken hervor. Tagsüber buddelt er eine Mulde in den Boden, die auch Sasse genannt wird, und ruht sich darin aus. Erfreulicherweise ist die Population der Feldhasen wieder stabil.*

Feldhasen Fun Facts: Meister der Tarnung

Bei Gefahr duckt sich der Feldhase mit angelegten Ohren regungslos in seine Sasse. Durch seine Fellfarbe, im Sommer erdbraun, im Winter gräulich-braun, ist er immer perfekt getarnt und an seine Umgebung angepasst. Feldhasen drücken sich bei Gefahr tief auf den Grund ihrer Sasse und werden so nahezu unsichtbar. Sie sind in der Lagre, jede noch so geringe Bodenerschütterung wahrzunehmen.

Feldhasen Fun Facts: Geheimwaffe Hinterläufe

Feldhasen haben extrem lange Hinterläufe. Das sieht zwar ungelenk aus, ist aber seine Geheimwaffe. Denn damit können sie bis zu drei Meter weit und bis zu – zwei Meter hoch springen. Wenn Gefahr droht, kann ein Hase blitzschnell rennen. Sie erreichen dabei laut Deutscher Wildtier Stiftung* Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde - so schnell wie ein Auto und schneller als jeder internationalen Spitzensportler. Und sie sind bekannt für ihre abrupten Richtungswechsel, das berühmte Hakenschlagen.

Feldhasen Fun Facts: Wehrhafter Kämpfer

Der Feldhase wird 50 bis 57 Zentimeter lang und etwa zweieinhalb bis sechs Kilo schwer. Im Falle eines Kampfes wissen sich diese relativ großen Tiere durchaus zu wehren. Sie haben scharfe Krallen an den Hinterläufen, mit denen sie gefährliche Schläge austeilen können und sich so unter Umständen sogar Fressfeinde, wie einen Fuchs, vom Leib halten können. Nur der Steinadler gilt als einziges Raubtier, das einen gesunden und ausgewachsenen Feldhasen sicher zur Strecke bringen kann.

Feldhasen Fun Facts: Winterhart dank Isolierung

Feldhasen kommen mit Schnee und Kälte dank ihres dichten Fells sehr gut zurecht.Sie haben einen weiteren Trick, denn sie legen sich eine Art Winterjacke zu: Im Winter wachsen ihnen zusätzlich zum schon sehr dichten Fell extra Wollhaare. In dieser extra Haarschicht staut sich Luft, wodurch dieses Luftpolster den Hasen so hervorragend gegen Kälte isoliert. Und auch andere Wildtiere haben clevere Überlebensstrategien für den Winter.

Feldhasen Fun Facts: Pflanzenfresser mit Besonderheit

Feldhasen ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Ein ausgewachsener Feldhase benötigt täglich etwa 1.300 bis 1.400 Gramm Nahrung und ernährt hauptsächlich grünen Pflanzen. Im sehr großen Blinddarm von Feldhasen bauen Mikroorganismen die zähe Zellulose ab und bilden einen vitaminreichen Nahrungsbrei. Nach der Ausscheidung dieses speziellen Kots nimmt der Feldhase ihn wieder auf und deckt so seinen Vitamin-B1-Bedarf. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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