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Kranke Frau (90) füttert jeden Morgen 120 streunende Hunde: „Ihre Liebe ist meine Medizin“

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Von: Jasmin Farah

Sie ist 90 und hat starke Osteoporose: Eine Seniorin lässt sich nicht davon abbringen, frühmorgens aufzustehen, um für Hunde im Tierheim zu kochen.

In Indien gibt es mehr als 40 Millionen Straßenhunde. Sie leben in den Großstädten und auf dem Land, streunen herum und sind auf der Suche nach Nahrung. Sie fressen Müll und Abfälle der Menschen und sollen zudem Krankheiten verbreiten. Diese zu töten oder zum Abschuss freizugeben, bringen viele Inder hingegen nicht übers Herz.

Kranke Frau (90) füttert jeden Morgen 120 streunende Hunde: „Ihre Liebe ist meine Medizin“

In der hinduistischen Religionslehre ist es Aufgabe der Gläubigen, die Umwelt zu schützen und Mitgefühl mit jedem Lebewesen zu haben. Doch das Problem mit den Straßenhunden nimmt Überhand. Dennoch gibt es freiwillige Helfer, die mitanpacken. Darunter auch eine freiwillige Helferin eines Tierheims im indischen Distrikt Ghaziabad. Dort kümmert sich eine junge Frau rührend um 120 Streuner.

Sie und ihre Familie päppeln die Hunde wieder auf und bereiten sie darauf vor, von einer neuen Familie adoptiert zu werden. In ihrer Auffangstation „Paws in Puddle“ (auf Deutsch etwa: „Pfoten in der Pfütze“) kümmert sie sich mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrer 90-jährigen Oma rührend um die ungewollten Vierbeiner. In einem Videoclip auf Instagram erklärt die junge Frau, dass ihre Großmutter, obwohl sie schwerkrank sei, jeden Morgen um halb fünf Uhr aufstehe, um den Hunden Futter zu kochen.

Dabei probiere sie ständig neue Rezepte aus, da sie wolle, dass es den Vierbeinen auch schmeckt. Sie sei schließlich erst zufrieden, wenn alle Hunde ihr Gekochtes auch wirklich ganz aufessen und soll ihre Enkelin nach jeder Fütterung fragen, ob es den Wauwaus geschmeckt habe und es allen gut gehe.

Kranke Frau (90) füttert Streuner trotz schwerer Osteoporose

„Meine 90-jährige Großmutter, die an schwerer Osteoporose leidet, mehrere große Operationen hinter sich hat und zwischenzeitlich bettlägerig war, hat sich durch nichts von ihrer Liebe zu Hunden abbringen lassen“, schreibt die freiwillige Helferin weiter. Deshalb hat sich die ältere Dame auch nicht davon abbringen lassen, zum Tierheim zu fahren und den Vierbeinern persönlich ihr gekochtes Futter vorbeizubringen.

Unter sichtbaren Schmerzen stützt sie sich an einem Rollator ab, um die Hunde zum ersten Mal persönlich begrüßen zu können. Später sieht man sie im Auto sitzend, während die Fellfreunde zu ihr herlaufen und ihr aus der Hand fressen. Auf die Frage ihrer Enkelin, ob der Weg für sie nicht zu anstrengend sei, habe ihre Oma in Bezug auf die Tiere entgegnet: „Ihre Liebe ist meine Medizin.“ Das tägliche Kochen der Mahlzeiten gibt der 90-Jährigen offenbar noch Antrieb und einen Sinn im Leben, um weiterzumachen.

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