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Hund im Auto gefangen: Polizei rettet Vierbeiner aus Hitzefalle

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Von: Sandra Barbara Furtner

Es ist wieder passiert: Die Polizei in Mittelfranken musste ausrücken, um zwei Vierbeiner vor einem grausamen Schicksal zu retten. Ab wann wird ein Auto zur Todesfalle?

Nürnberg – Die Temperaturen steigen und eine Hitzewelle-Nachricht jagt die nächste. Während die meisten Menschen tagsüber Abkühlung am See oder ein schattiges Plätzchen aufsuchen und das Gassi gehen auf die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegen, gibt es andere, denen die Hitze wohl etwas zu Kopf gestiegen ist. Gedankenlos packen sie ihre Hunde ein und fahren los – zum Einkaufen, essen gehen, oder um andere Dinge zu erledigen. In der Zwischenzeit sitzen ihre Lieblinge im geparkten Auto und kämpfen um ihr Leben. Ein Autohersteller hat sich deswegen etwas einfallen lassen – der Rivian kühlt Innenraum automatisch – und „warnt“ Passanten.

Hund im Auto gefangen: Polizei rettet Vierbeiner aus Hitzefalle

Wieder wurde Hunde bei Hitze im Auto gelassen.
Wieder wurden Hunde bei Hitze im Auto gelassen. (Symbolbild) © Martin Schlecht/Imago

„Es ist wieder passiert“ – mit diesen traurigen Zeilen beginnen die Beamten der Polizei Mittelfranken ihren Beitrag auf Facebook. „Vergangenen Donnerstag mussten unsere Kollegen der Diensthundestaffel ausrücken, um Hunde aus einem in der Sonne geparkten Fahrzeug zu retten.“ Wussten Sie, dass Ihnen sogar ein Bußgeld droht, wenn Sie Ihre Vierbeiner bei Hitze im Auto lassen?

Vorerst versuchten sie den Besitzer zu erreichen, doch als dieses Vorhaben scheiterte, fackelten sie nicht lange und „entglasten fachmännisch die Scheiben“. Die beiden Chihuahuas zeigten bereits negative Anzeichen – ein längeres Zögern war nicht mehr möglich. Die Frage ist auch, ob man die Scheiben einfach so einschlagen darf?

Hund im Hitzeauto gefangen: „Herr lass Hirn regnen“

Doch bei diesem Einsatz ist zum Glück alles gut gegangen. Beide Hunde konnten aus der „Todesfalle für Menschen und Tiere“ gerettet werden. Fahrzeuge können sich innerhalb von wenigen Minuten auf bis zu 60 Grad aufheizen. Ein Überleben ist hier nicht mehr möglich. Dementsprechend wütend fallen die Kommentare aus: „Herr lass Hirn regen“, schimpft ein User, ein anderer meint „Wirklich unbegreiflich wie hirnlos manche Menschen sind“. Oder: „Danke der Polizei für ihren Einsatz. Wie doof muss man sein, dass man das nicht kapiert, keine Hunde und Kinder im Auto zu lassen.“ Und jemand fordert sogar: „Jedes Jahr die gleiche Diskussion. Die Strafe muss empfindlich erhöht werden, für so resistente Autofahrer und Hundehalter“.

Hund im Hitzeauto gefangen: Hunde schwitzen über ihre Pfoten

Hunde schwitzen nur über die Ballen an ihren Pfoten – hier befinden sich Schweißdrüsen. Um sich etwas abzukühlen, fangen sie an zu hecheln – der dabei entstehende Verdampfungsprozess sorgt für etwas Erleichterung. Reicht bei einem „Backofen-Auto“ jedoch bei weitem nicht aus. Vor allem benötigen Hunde ausreichend Wasser und körperliche Anstrengung sollte vermieden werden.

Hund im Hitzeauto gefangen: So schnell heizt sich ein Fahrzeug auf

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Immer wieder wird unterschätzt, wie schnell sich ein Auto in einen Backofen verwandelt. Und Vorsicht: Die Sonne wandert: Hat man das Auto vielleicht noch im Schatten geparkt, steht es innerhalb kürzester Zeit in der prallen Sonne.

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