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Hunde: Sieben Geräusche, die Vierbeiner in Angst versetzen können

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Von: Anna Heyers

Einige Geräusche, im Alltag oder bei besonderen Anlässen, können Hunden große Angst machen. Der Mensch sollte die Anzeichen deuten können und richtig reagieren.

Hunde haben ein sehr empfindliches Gehör und nehmen Geräusche viel intensiver wahr als Menschen. Da sie diese nicht einschätzen können, bekommen einige schnell Angst. Nun ist es am Menschen, die Anzeichen seines ängstlichen Hundes richtig zu deuten und dem Hund zu helfen.

1. Hunde haben oft Angst vor Gewitter

Auch für so manchen Menschen bedeuten Gewitter Stress. Hunde können die Wetterkapriolen aber nicht einschätzen. Sie nehmen nur die grellen Blitze und das plötzliche und mitunter sehr laute Donnern wahr. Dazu kommen dann vielleicht noch heftiger Wind oder Regen.

Ein Hund der Rasse Basset versteckt sich unter einem Sofa oder Stuhl und schaut nach oben.
Möchte ein Hund sich bei Angst zurückziehen, sollte er das auch dürfen. Wichtig: In seiner Schutzzone ist ein Bedrängen tabu. © Cavan Images/Imago

Raus sollten Sie bei diesem Wetter am besten gar nicht. Am besten bleiben Sie zu Hause und lassen Ihren Hund nicht alleine. Schenken Sie ihm Aufmerksamkeit und bieten Sie ihm eine Möglichkeit, sich zu verstecken – vielleicht unter einem Tisch. Bedrängen und verhätscheln sollten Sie ihn allerdings auch nicht, sonst könnte er denken, dass Gewitter wirklich etwas Schlimmes ist.

2. Feuerwerk – Ausnahmezustand für Hunde

Stundenlange Knallerei, Lichtblitze und Getöse gepaart mit Menschengrölerei – Silvester bedeutet für Herrchen und Frauchen genau wie für das Tier Stress pur. Versuchen Sie bei Feuerwerk so gut es geht, die Geräusche und Lichtblitze auszusperren: Fenster schließen, Vorhänge oder Rollos zuziehen. Sanfte, leise Musik kann dem Hund helfen, die Knallerei von draußen auszublenden. Die Gassirunde legen Sie hier am besten so früh wie möglich – bevor das Hauptspektakel beginnt.

3. „Zu laut!“ – Fernseher und Musik können sensible Hunde stressen

Gerade sensible Hunde können auch bei einem zu laut eingestellten Fernseher oder einer Musikanlage in Angst geraten. Schließlich haben Hunde Ohren, die um ein Vielfaches empfindlicher sind als die des Menschen. Hier sollte der Hund gut beobachtet werden. Zeigt er Anzeichen von Stress, einfach TV und Musik etwas runterregeln. Alternativ kann man es auch mal mit „Hundefernsehen“ versuchen.

Behandlung von Geräuschangst

Ist es mehr als „nur“ Angst und grenzt schon an Panik, aus der der Hund selbst vielleicht nicht mehr herausfindet, sollte der Tierarzt zurate gezogen werden. Er kann verschiedenste Therapien oder Maßnahmen empfehlen, die auf den Hund ausgerichtet sind.

4. Angst vor Haushaltsgeräuschen

Staubsauger, Haartrockner, Mixer – nicht selten geraten Hunde durch übliche Geräusche in Panik und wollen sich der Situation entziehen. Dass der Mensch ganz verzichtet, ist bei vielen lauten Gegenständen keine Option. Hier sollte man darauf achten, dass der Hund sich zurückziehen kann oder sich nicht im selben Raum aufhält. Beizeiten kann man ihn dann langsam an Alltagsgeräusche gewöhnen.

5. Schreckmoment im Straßenverkehr: Hunde hassen Hupen und Sirenen

Nicht nur Hunde erschrecken sich, wenn beim Spaziergang plötzlich ein Auto hupt. Auch der Mensch am anderen Ende der Leine zuckt häufig zusammen. Kein Wunder: Der Ton ist laut, durchdringend und kommt plötzlich. Gerade unsichere Hunde profitieren daher von Gassirunden in verkehrsarmen Gebieten.

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Auch Sirenen von Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr sind eine Qual für feine Hundeohren. Vor lauter Lärm wissen die Tiere kaum, wohin. Hier sind Sie als Halter gefragt: Wenn möglich, lenken Sie den Vierbeiner, ruhig und gelassen, in eine andere Richtung oder mit positiver Bestärkung in Form von Leckerli ab.

6. Baustellen: Mit Hunden am besten umgehen

Schwere Maschinen, Presslufthämmer und Bauarbeitergeschrei – auf Baustellen herrscht ein steter Geräuschpegel, der viele Hunde stresst. Besser ist hier, bekannte Baustellen zu umgehen. Muss man unbedingt vorbei, sollte man nach Möglichkeit die Straßenseite wechseln und den Hund mit Leckerlis bestärken – sofern er diese annimmt. Nicht jeder Hund mag in Angst-Situationen fressen.

7. Kindergeschrei: Für Hunde nur schwer einzuordnen

Kinder sind für zahlreiche Hunde sowieso schon ein Stressfaktor. Wenn sie zudem noch schreien und kreischen, möchte der Vierbeiner oft nur noch eines: fliehen. Diese Möglichkeit sollten Sie ihm auch immer lassen, besonders, wenn Kinder im Spiel sind.

Kinder im eigenen Umfeld sollte man auf Hundebedürfnisse aufmerksam machen. Dazu gehört zum Beispiel auch, auf die Lautstärke zu achten, den Hund nicht zu bedrängen oder auf ihn zurennen. Auf Spaziergängen sollte man spielenden Kinder nach Möglichkeit ausweichen.

Hunde: Anzeichen für Angst richtig erkennen

Wie er seine Angst zeigt, kann sich von Hund zu Hund unterscheiden. Zu den deutlichen Anzeichen gehören zum Beispiel:

Aber auch weniger deutliche Verhaltensweisen sind möglich:

Selbst geringe Anzeichen zeigen Stress und es ist wichtig, dass der Mensch sie erkennt und dem Hund aus der Situation hilft.

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