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Hundesprache: Hoch springen bedeutet nicht immer Freude

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Von: Sandra Barbara Furtner

Kaum kommt man nach Hause, rennt der Vierbeiner los und springt hoch. Viele Besitzer freuen sich über die Begrüßung. Doch ist das richtig?  

München – Die meisten Hundebesitzer kennen das: Kaum betritt man das Haus, schon begrüßt uns der Vierbeiner mit wedelndem Schwanz. Gerne springt er dabei hoch, einige versuchen an das Gesicht zu kommen. Viele Halter loben dieses Verhalten, weil sie glauben, dass der Hund sich tierisch freut. Man lässt den Hund gewähren, das Anspringen entwickelt sich zum Ritual. Irgendwann gehört es zum Alltag.

Hundesprache: Anspringen bedeutet nicht immer Freude

Nicht immer springt ein Hund seinen Besitzer an, weil er sich freut. Hier möchte der Vierbeiner sein Frauchen kontrollieren.
Nicht immer springt ein Hund seinen Besitzer an, weil er sich freut. Hier möchte der Vierbeiner sein Frauchen kontrollieren. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

Doch nicht immer ist das Willkommensritual willkommen. Laut einer Studie zählt das Anspringen von Hunden (neben Ziehen an der Leine, dauerhaftes Bellen und Probleme beim Rückruf) zu einem der häufigsten Probleme, über das sich Halter beschweren. Geht es einem gut und ist körperlich fit, mag es noch in Ordnung sein. Doch was, wenn man erkrankt, der Hund ein kleines Kind überrennt oder beim Spaziergang ein völlig fremder Mensch auserkoren wird? Abgesehen von verschmutzter oder zerkratzter Kleidung, kann dieses Verhalten böse ins Auge gehen.

Hundesprache: Warum springen Hunde Menschen an?

Hundesprache: Kleiner Tipp, um das Anspringen abzugewöhnen

Dass der Hund an Menschen hochspringt, kann unterschiedliche Gründe haben. Freude ist nur ein kleiner Teil davon. Meistens will er sich einfach nur beschweren. „In den wenigsten Fällen ist das freundlich gemeint, sondern viel häufiger als Korrektur am Menschen, der den Hund nicht mit nach draußen genommen hat“, verrät Hundetrainer Martin Rütter. Das Verhalten sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer die Körpersprache seines Vierbeiners lesen kann, vermag auf seine Wünsche besser einzugehen.

Ein kleiner Tipp, um dem Vierbeiner das Anspringen abzugewöhnen: Schenken Sie Ihrem Hund keine Aufmerksamkeit. Drehen Sie sich ohne Worte weg, sobald er es versucht. Loben Sie ihn erst, wenn er ruhig auf dem Boden steht.

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