Tierische Fracht

Katze per Post verschickt – Kotflügel reiste nicht alleine

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Eine Katze macht es sich in einem Karton gemütlich und wird dann aus Versehen vom Besitzer mit einer Retoure per Post verschickt. Kuriose Geschichte mit einem Happy End.

Pressath – Manche Dinge klingen zu kurios, um wahr zu sein. So wie die Geschichte von einem Katzenbesitzer aus Hagen, der seinen Stubentiger mit einer Retourensendung per Post verschickt hat – und das ohne es zu merken. Als die Retoure ankommt und vom Logistik-Team der Firma geöffnet wird, ist die Überraschung groß, als sie die Katze entdecken.

Katze Sanny gilt bereits tagelang als vermisst und ihr Besitzer macht sich die größten Sorgen um sein Tier. Dass sich seine Samtpfote auf eine Abenteuerreise begeben hat und er auch noch an der ganzen Sache Schuld ist, ahnt der Katzenbesitzer nicht. Doch wie ist es überhaupt zu der Katzen-Retoure gekommen?

Katze aus Versehen per Post verschickt – weil sie heimlich im Karton schläft

Die verrückte Geschichte beginnt eigentlich ganz normal. Ein Mann aus Hagen bestellt sich bei der Firma „ATP Autoteile“ einen neuen Kotflügel im Internet, der kurze Zeit später in einem geräumigen Karton bei ihm zu Hause eintrifft. Und das sehr zur Freude von seiner Samtpfote Sanny, denn Katzen lieben Kartons einfach abgöttisch. Das raschelnde Polstermaterial ist zu verlockend und verleitet Katze Sanny dazu, im Karton ein Nickerchen zu machen, was ihr wenig später zum Verhängnis wird.

Denn dummerweise muss der Kotflügel wieder zurückgeschickt werden. Der Besitzer bereitet den Karton also für den Retourenversand vor und verschließt das Paket sorgfältig, ohne zu bemerken, dass er gerade sein schlummerndes Haustier mit darin verpackt hat. Ahnungslos gibt er das Paket bei der Postfiliale auf und so nimmt das Unglück seinen Lauf – und Sannys abenteuerliche Reise als blinder Passagier beginnt.

Die Vorliebe für Kartons wird Katze Sanny zum Verhängnis und beschert ihr eine unfreiwillige Reise. (Symbolbild)

Katze aus Versehen per Post verschickt – 500 Kilometer entfernt wird sie gefunden

Wie sich später herausstellt, verbringt das arme Tier zunächst ganze 48 Stunden in der Postfiliale, bis der Transport weitergeht. Dann reist Katze Sanny über 500 Kilometer von ihrem Heimatort Hagen in Nordrhein-Westfalen bis ins bayrische Pressath. Weitere 30 Stunden später öffnen dann die Mitarbeiter der Retouren-Abteilung von „ATP-Autoteile“ den Karton und staunen nicht schlecht, was darin zum Vorschein kommt.

„Als ich die Kartonage aufgeschnitten habe und wie aus dem Nichts eine Katze rausgehüpft ist, war ich zunächst geschockt. Dann gingen die Emotionen mit uns allen durch – wir waren total aufgeregt und auch sehr besorgt um die Katze“, schildert eine Mitarbeiterin der Firma. Zunächst lässt sich das verwirrte Tier nicht einfangen, mit etwas Geduld gelingt es schließlich doch und es wird mit Wasser und Futter versorgt.

Katze aus Versehen per Post verschickt – Happy End dank Adressaufkleber

Auch wenn die Freude in der Firma über den blinden Passagier erstmal riesig ist, fragen sich die Mitarbeiter schnell: Wie ist die Katze im Karton gelandet und wem gehört sie überhaupt? Dank der Informationen auf dem Adressaufkleber des Pakets kann der Besitzer der Katze jedoch schnell ausfindig gemacht werden. Wie sich herausstellt, hat der sich bereits große Sorgen um seinen vermissten Stubentiger gemacht und dessen Versand selbstverständlich nicht beabsichtigt. Er macht sich sofort auf den Weg, um seine Katze Sanny wieder abzuholen und so findet die abenteuerliche Reise der Samtpfote letztlich zum Glück ein Happy End.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago