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Katzen verstehen: Schnurren heißt nicht immer „alles fein“

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Katzen verstehen ist nicht immer leicht, denn sie haben ihre eigene Sprache. Wir verraten fünf Grundregeln, worauf man bei der Kommunikation mit Katzen achten sollte.

München – Für eine gute Beziehung zwischen Mensch und Katze ist es wichtig, die Sprache der Samtpfoten zu verstehen. Denn die Tiere haben ihre eigene Art sich mitzuteilen und das kann mitunter auch schnell zu Missverständnissen führen. Wir verraten fünf Grundregeln, die man bei der Kommunikation mit Katzen beachten sollte und mit denen man Fehler beim Umgang mit den Tieren vermeiden kann.

1. Katzen verstehen: Schnurren heißt nicht immer „alles fein“

Schnurrt eine Katze, ist es ein klassisches Zeichen, dass sie sich wohlfühlt und zufrieden ist. Aber das muss es nicht immer heißen. Katzen schnurren nämlich auch, wenn sie gestresst sind oder Schmerzen haben. Denn das Schnurren hat einen beruhigenden Effekt.

Außerdem wird vermutet, dass Katzen mit dem Schnurren ihre körpereigenen Selbstheilungskräfte anregen. Die Frequenz soll einen unterstützenden Effekt auf die Heilung oder Gesunderhaltung von Organen und Knochen haben. Und auch diese 15 spannenden Fakten über Katzen, kennt garantiert noch nicht jeder.

Für eine gute Beziehung zwischen Mensch und Katze, ist es wichtig, ihre Sprache zu verstehen. (Symbolbild)

2. Katzen verstehen: Körpersprache richtig deuten

Wer die Körpersprache seiner Katze verstehen will, muss aufmerksam sein und genau hinschauen. Denn die Mimik und das Verhalten von Katzen verrät eine Menge über den Gemütszustand des Tieres. So drückt ein aufgerichteter Schwanz Freude aus, beispielsweise bei der Begrüßung. Aufgestellte Schnurrhaare und nach vorne gerichtete Ohren zeigen Aufmerksamkeit. Werden die Ohren nach hinten geklappt und der Schwanz zuckt nervös, ist die Katze unzufrieden und könnte als Warnung gelten, dass sie gleich angreifen könnte.

3. Katzen verstehen: Zuhören, wenn die Katze das „Gespräch sucht“

Untereinander kommunizieren Katzen hauptsächlich mit Körpersprache und Blickkontakt. Das Miauen kommt aus ihrer Babysprache und wird vor allem dem Menschen gegenüber eingesetzt. Viele Menschen übersehen die subtilen Signale ihrer Körpersprache und so behelfen sich die Katze mit Miauen, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei entwickeln viele Katzen unterschiedliche Variationen von Miauen, je nachdem, was sie gerade von ihrem Menschen wollen – von schmeichelnd bis motzend.

Doch Vorsicht: Kommuniziert eine Katze plötzlich gar nicht mehr und zieht sich die meiste Zeit zurück, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es der Samtpfote nicht gut geht oder sie sogar Schmerzen hat. Das darf man auf keinen Fall ignorieren und muss jetzt sehr aufmerksam sein. Im Zweifel besser zum Tierarzt gehen.

4. Katzen verstehen: Zeigen sie den Bauch, ist Vorsicht geboten

Bei allen hundeartigen Tieren kann das Zeigen des Bauchs ein Zeichen von Unterwürfigkeit oder als eine Beschwichtigungsgeste angesehen werden. Bei Katzen ist das stimmungsabhängig. Zum einen zeigt sich die Katze verwundbar und defensiv, wenn sie uns ihren Bauch zuwendet. Das kann eine Geste des Vertrauens und Liebesbeweis sein. Doch nur weil eine Katze den Bauch zeigt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch dort gestreichelt werden möchte. Sonst kann die Stimmung ganz schnell in den Verteidigungsmodus umschlagen. Und auf dem Rücken liegend hat sie alle Pfoten frei, um zu schlagen und zu kratzen.

5. Katzen verstehen: Diese Fehler sollte man vermeiden

In der Katzensprache gibt es nichts Unhöflicheres, als angestarrt zu werden. Das gilt als Provokation und sollte dringend vermieden werden. Wer seine Katze direkt ansehen möchte, blinzelt ihr dabei am besten einfach zu. Denn so lächelt man sein Gegenüber in der Katzensprache an. Was außerdem nichts in der Kommunikation mit Katzen zu suchen hat, ist Schreien. Katzen hassen jegliche Art von Lärm und mögen es eher still. Am besten immer ruhig und leise mit der Katze sprechen, denn der Ton macht die Musik.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago