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Klammeräffchen spielt mit Hunden – einfach nur süß oder entsetzlich?

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Von: Sina Lück

Eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Klammeräffchen und Hunden entzückt Millionen Menschen auf TikTok. Tierschützer finden die Videos allerdings gar nicht witzig.

North Carolina (USA) – Auf dem Rücken reiten, dem Schwanz hinterherjagen oder einfach nur zusammen kuscheln: Klammeräffchen Keke G liebt es, mit ihren Hunde-Freunden herumzutoben und verrückte Dinge zu machen. Die ungewöhnliche Tierfreundschaft entzückt Millionen Menschen im Netz, die ihre lustigen Abenteuer in TikTok-Videos auf dem Kanal „kekegthespidermonkey“ verfolgen. Allerdings melden sich auch Tierschützer zu Wort. Die Frage ist: Was hat ein Affe in einer Wohnung zu suchen?

Klammeräffchen spielt mit Hunden – einfach nur süß oder entsetzlich?

Die Affendame Keke G, die gemeinsam mit drei Deutschen Doggen im US-Bundesstaat North Carolina unter einem Dach lebt, ist schon eine kleine Berühmtheit auf TikTok. Ein Video zieht die Menschen allerdings besonders in den Bann und erntet zahlreiche Kommentare wie „OMG, das ist zu lustig!😂“ oder „Das ist sooo süüüüüß!!!🥰“. Obwohl der Clip nur zwölf Sekunden lang ist, haben ihn bereits 29,5 Millionen User angesehen.

Ein Klammeräffchen sitzt in einer Wohnung auf einem Regalbrett.
Affendame Keke G wohnt mit drei Hunden unter einem Dach. © Instagram (adventuresofkekeg)

Klammeräffchen spielt mit Hunden – und hängt sich an ihren Schwanz

Die Filmsequenz zeigt, wie Keke G in einem Pyjama rückwärts auf Dogge Moo Moo zuläuft. Auf allen Vieren schaut sie dabei kopfüber durch ihre Beine, der Schwanz ragt kerzengerade in die Luft. Als der Hund irritiert zurückweicht und Reißaus nehmen will, ist die Affendame ihm dicht auf den Fersen. Zielstrebig läuft sie auf zwei Beinen hinter Moo Moo her, hängt sich an seinen Schwanz und lässt sich wie in einem Karussell über den Teppich ziehen.

Klammeräffchen spielt mit Hunden – Tierschützer finden Haltung nicht artgerecht

Aber nicht alle Menschen sind begeistert von den TikTok-Videos, die das Frauchen aus dem Alltag der Tiere im Netz teilt. Eine Person ist ganz klar der Ansicht, dass Affen in die Natur und nicht in eine Wohnung gehören: „Sie sind dafür bestimmt, durch die Bäume zu schwingen 😡.“ In einem anderen Kommentar fragt jemand: „Wo bekomme ich eine Genehmigung für ein solches Tier?“ Und tatsächlich liegt der User damit vollkommen richtig. Denn für die private Haltung von Affen gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA je nach Bundesstaat besondere Auflagen.

Und die legen unter anderem fest: Die Tiere müssen bei den Behörden mit einer entsprechenden Genehmigung für den rechtmäßigen Besitz gemeldet sein. Denn problematisch ist vor allem der illegale Wildtierhandel, der viele Affenarten bedroht. Auch wenn die private Exotenhaltung in den Medien boomt: Affen sind keine Haustiere, sondern mit ihren Artgenossen am liebsten in der freien Wildbahn* unterwegs. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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