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Katzensprache: Fünf Angewohnheiten, die wir oft falsch interpretieren

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Von: Jasmin Farah

Miauen, schnurren oder kratzen: Manche Verhaltensweisen von Katzen verstehen wir. Aber manchmal bedeuten sie nicht, was wir denken.

Katzen sind meist eigensinnig, stur und lassen sich nicht gerne etwas sagen: Die Samtpfoten gelten als unabhängige und willensstarke Tiere. Sie denken, sie haben auch zu Hause das Sagen. Besitzer werden lediglich als Mitbewohner geduldet. Sind Sie zudem Freigänger, wissen viele Halter nicht, was sie in diesen Stunden alles treiben. Katzen sind schließlich kleine Geheimniskrämer auf vier Pfoten.

Schnurren, kratzen, starren: Fünf Angewohnheiten Ihrer Katze, die Sie falsch interpretieren

Auch sonst, wenn sie sich bei uns in der Nähe aufhalten, können wir über ihr Verhalten nur rätseln. Sicherlich gibt es bereits einige Laute, die wir nach Jahren des Zusammenlebens bereits interpretieren können. Dazu gehören unter anderem das Miauen oder Schnurren. Besonders letzteres weist darauf hin, dass sich unser Stubentiger gerade wohlfühlt. Oder?

Zu sehen ist eine schwarze Katze, die auf einer grünen Wiese steht.
Eine Katze anzustarren, ist für die Samtpfote unangenehm. Das kommt einem Kräftemessen gleich.  © Andrea Haase/Imago

Tatsächlich können die uns so bekannten Verhaltensmuster der Katzen auch etwas anderes bedeuten. Hier sind die bekanntesten, die sich auch anders deuten lassen:

1. Schnurren bei Schmerz

Wenn eine Katze schnurrt, klingt das auch für uns sehr entspannend. Doch damit drückt die Samtpfote nicht immer Zufriedenheit aus. Im Gegenteil. Auch sie versucht sich, mit dem Schnurren in Angst- oder Stresssituationen zu beruhigen. Das gelingt ihr durch die sanften und gleichmäßigen Vibrationen, die ihren Körper erfassen. Das wiederum kann auch bei Schmerzen helfen und sogar dafür sorgen, dass Knochenbrüche schneller heilen. Letzteres besagt eine Studie des „Fauna Communications Research Institute“ in North Carolina.

Katzen können zudem unruhig werden, wenn sie großen Hunger haben. Ein Schnurren mit anschließendem Maunzen ist also ein Zeichen an uns, schnell Futter herbeizuschaffen.

2. Veränderungen sind doof

Viel schlafen, das Fell putzen und fressen: Der Alltag einer Katze sieht für uns Menschen sehr entspannt aus. Doch was viele nicht wissen: Ihr Stubentiger hat einen genauen Tagesablauf. Generell lieben Katzen Routinen, Veränderungen sind ihnen ein Graus. Struktur und Ordnung stehen hier auf der Tagesordnung. Daher sollten Sie diese auch nicht durcheinander bringen. Gewöhnen Sie Ihren Fellfreund an eine neue Situation oder Umgebung lieber langsam.

3. Kratzen am Sofa

Wenn Katzen ihre Klauen am Sofa schärfen, sehen es Besitzer gar nicht gern. Schnell wird sie dann schon mal weggescheucht. Schließlich sind die Möbel kein Ersatz für einen Kratzbaum. Doch tatsächlich tun das die Stubentiger nicht nur, um ihre Krallen zu schärfen, sondern auch, um ihr Revier zu markieren. Um sie davon abzuhalten, sollten Sie ihr also genug andere Kratzmöglichkeiten bieten, um sie vom heimischen Sofa abzulenken.

4. Lieber nicht anstarren!

Katzen empfinden Starren als unhöflich. Deshalb mögen sie es auch von uns nicht und ignorieren uns lieber. Wer einander in der Katzenwelt anstarrt, der will sich messen. Wer also zuerst wegschaut, verliert. Besitzer von Stubentigern denken allerdings, dass sie durch das Starren eine Bindung zu ihrer Katze aufbauen. Doch falsch gedacht! Sie empfindet es als unangenehm. Gegen Anblinzeln hat sie allerdings nichts einzuwenden. Schließlich tut sie es auch, wenn sie sich wohlfühlt.

5. Beute fangen ist nicht schwer

Was sind wir eigentlich für unsere Katzen? Sind Besitzer lediglich dazu da, um sie zu füttern? Tatsächlich sehen sie uns als große, starke Katzen, die allerdings zu nicht viel zu gebrauchen sind. Offenbar können wir unser Essen nicht selber fangen, das ist aber dramatisch, wenn man überleben will. Um uns das Jagen beizubringen, zeigen sie uns, wie es geht. Das ist der Grund, warum Ihre Samtpfote regelmäßig tote Tiere auf den Fußabtreter oder ins Bett legt. Für Katzenbesitzer ein Graus, für die Katze allerdings ein Liebesbeweis.

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