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Krieg in der Ukraine – was passiert mit den Tieren?

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Von: Sandra Barbara Furtner

Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Manche fliehen mit ihrem Haustier – andere verschanzen sich.

Ukraine – Nach Angaben der Vereinten Nationen haben bereits mehr als 500.000 Menschen die Ukraine verlassen und sind in die benachbarten Länder geflohen. Allen voran nach Polen. Nach wie vor bilden sich lange Schlangen an den Grenzübergängen. Doch auch in ihrer größten Not denken viele Menschen an ihre Haustiere. Sie lassen ihre Häuser, ihr ganzes Hab und Gut zurück, tragen jedoch ihre Tiere unter dem Arm oder in Transportboxen und wollen sie ihrem Schicksal nicht einfach überlassen.

Eine Katze sitzt in einer Tiertransportbox.
Eine Katze sitzt in einer Tiertransportbox, nachdem ihre Familie an der rumänisch-ukrainischen Grenze geflohen ist. © Andreea Alexandru/dpa

Doch laut einer EU-Bestimmung müssen einreisende Tiere bestimmte Auflagen erfüllen – wie ein Heimtierausweis, gültige Tollwut-Impfungen und Mikrochip. Laut der Tierschutz-Organisation Peta kam es mitunter immer wieder zu widersprüchlichen Angaben bezüglich der Verfahrensweise an den Grenzen zur Ukraine. So durften offenbar mitreisende Tiere nicht in die EU einreisen, wenn sie die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllten und wurden deswegen im Grenzgebiet ausgesetzt.

Krieg in der Ukraine – was passiert mit den Tieren?

Doch der EU-Tierärzteverband forderte die EU auf, diese Einreisebeschränkungen für Haustiere zu lockern. Und so haben einige EU-Länder wie Polen und die Slowakei beschlossen, für ukrainische Flüchtlinge Ausnahmen zuzulassen. Laut dem Portal Euractiv sagte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki bei einer Ankündigung, dass die Flüchtlinge „ihre Haustiere mitbringen können“. Auch nach Ungarn und Rumänien könne man laut Daily Mail einreisen.

Krieg in der Ukraine – die Anteilnahme für die Ukraine ist riesengroß

Der Tagesschau zufolge ist das Thema Hilfe für die Ukraine allgegenwärtig. So führt eine Frau aus: „Die Menschen bieten Zimmer an, Etagen in ihren Häusern. Es gibt auch eine Gruppe, die Haustiere aufnimmt. Es ist eine große Mobilisierung.“ Und auch die Tierschutzorganisation Peta ist vor Ort – gemeinsam mit vielen anderen Einrichtungen und Helfern wollen sie die Versorgung der Menschen und ihrer Haustiere koordinieren.

Krieg in der Ukraine – Engpässe bei den Futter-Lieferanten

Unklar ist jedoch, was mit den vielen Menschen und Tieren passiert, die das Land noch nicht verlassen haben. So befürchten laut Newsweek einige Tierheime in der Ukraine, dass ihnen bald das Futter ausgehen wird. Momentan sei die Situation laut Nastya Aboliesheva, Mitarbeiterin der gemeinnützigen Organisation „Happy Paw“, noch einigermaßen stabil, aber das größte Problem ist jedoch nach wie vor die Futterversorgung. Denn aufgrund der Kämpfe arbeiten viele Lieferanten nicht mehr.

Das Futter reiche nur noch für ein paar Tage. Und so sind die meisten Einrichtungen und Tierheime für externe Hilfe unendlich dankbar. Das Hauptziel von „Happy Paw“ ist es derzeit, „die Unterstützung für Tiere in Tierheimen nicht zu beenden“. „Happy Paw“ ist eine gemeinnützige Stiftung, die mehr als 60 Tierheime in der gesamten Ukraine unterstützt. Ein Münchner lässt sich von der Angst nicht lähmen und fährt mit seinem Jeep samt Hund in den Krieg* *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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