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Löwenäffchen-Paar bekommt Nachwuchs: Goldige Babys im Kölner Zoo geboren

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Von: Sina Lück

Der Kölner Zoo freut sich über die Geburt von zwei goldgelben Löwenäffchen. Der Nachwuchs ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch wichtig für den stark gefährdeten Bestand.

Köln (NRW) – Für die Tierpfleger im Kölner Zoo ist wohl jede Geburt etwas Besonderes, da alle Tierbabys auf ihre Weise einfach nur goldig sind. Beim jüngsten Nachwuchs im „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ ist das nicht nur sprichwörtlich so. Denn mit ihrem goldgelben Fell liefern sie den eindeutigen Beweis, dass sie waschechte Löwenäffchen sind. Mit ihrem außergewöhnlichen Erscheinungsbild ziehen die beiden Geschwisterkinder alle Blicke der Besucher auf sich. Viel wichtiger ist aber: Sie verstärken die Gruppe der stark gefährdeten Affenart.

Löwenäffchen-Paar bekommt Nachwuchs: Goldige Babys im Kölner Zoo geboren

Auf Facebook teilt der Kölner Zoo die Bilder der kleinen Löwenäffchen, die Mitte April zur Welt gekommen sind. „Mit diesem neuen Nachwuchs ist die Kölner Löwenäffchen-Gruppe auf sechs Tiere angewachsen“, verkündet das Team stolz. Für die Verstärkung der Klein-Primaten haben die Löwenäffchen-Eltern „Apu“ und „Nala“ gesorgt.

Goldgelbe Löwenäffchen zählen zu den Krallenaffen. Innerhalb der Familie bilden sie die größte der insgesamt 50 Affenarten. Zu ihren äußeren Erscheinungsmerkmalen gehören die Krallen an Händen und Füßen, verlängerte Eckzähne und ein löwenähnliches Gesicht. Die Primaten verständigen sich mit zwitschernden Lauten. Im Zoo Leipzig sind Zwergplumploris als Zwillinge geboren.

Der Kölner Zoo freut sich über die Geburt von zwei goldgelben Löwenäffchen. Der Nachwuchs ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch wichtig für den stark gefährdeten Bestand.
Auf Erkundungstour: Eines der beiden Löwenäffchen-Babys klettert mutig ohne Mama auf einem Ast. © Sascha Thelen/dpa

Löwenäffchen-Paar bekommt Nachwuchs: Bestand der Primaten ist stark gefährdet

Die noch namenlosen Kletterkünstler sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, für den sich auch der Kölner Zoo engagiert. Denn Anfang der 70er Jahre standen die Primaten, die heute nur noch an der Südostküste Brasiliens vorkommen, kurz vor dem Aussterben. Damals gab es etwa 200 bis 600 Tiere, wie der Zoo mitteilt.

„Mitte der 80er Jahre wurden die ersten Nachzuchten Goldgelber Löwenäffchen aus Zoos wieder ausgewildert. Fünf Tiere kamen später auch aus dem Kölner Südamerikahaus – heute ‚Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus‘ genannt – hinzu“, erklärt das Team. Obwohl die Zahl der Löwenäffchen im Jahr 2015 auf rund 1.400 erwachsene Tiere geschätzt wurde, schrumpft der Bestand wieder zunehmend. Daher gilt die Tierart auch heute noch als stark gefährdet. Gründe dafür sind die Zerstörung ihres Lebensraums und das Auftreten von Gelbfieber.

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