1. Landtiere.de
  2. Weitere Tiere

Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich aus – nicht mit bloßen Händen einfangen

Erstellt:

Von: Sandra Barbara Furtner

Vor allem in Südwestdeutschland taucht die Nosferatu-Spinne immer häufiger auf. Woher das Tier kommt und wie man richtig reagiert.

Eine außergewöhnliche Spinnenart taucht vermehrt in unseren Wohnungen, Gärten, Schuppen oder an warmen Hauswänden auf: die Nosferatu-Spinne. Sie zählt zur Familie der Kräuseljagdspinnen. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, fühlt sie sich gerade in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sehr wohl oder überall dort, wo es jetzt gerade sehr warm ist. Kalte Gefilde kann sie nicht ausstehen.

Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich aus – nicht mit bloßen Händen einfangen

Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus
Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus. © agefotostock/Imago

Durch vermehrte Reisetätigkeit und Gütertransport wurde sie vermutlich als blinder Passagier in ganz Deutschland eingeschleppt. Ihr gruseliger Name rührt wohl von einer gewissen „Ähnlichkeit“ mit dem beliebten Vampir aus dem Horrorstreifen von 1922 her. Dies lässt sich am markanten, schwarzen Rückenmuster erkennen. Woran Sie die 5 gefährlichsten Spinnen der Welt erkennen, erfahren Sie hier.

Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich aus – Biss mit Wespenstich vergleichbar

Auch wenn sie nicht ganz so groß wie unsere heimischen Hauswinkelspinnen werden, wirken die Nosferatu-Spinnen mit ihrem extrem langen Körper und Beinen sehr massig und imposant. Durchschnittlich erzielen sie etwa einen Durchmesser von sechs bis acht Zentimeter. Kein Wunder also, dass sich manche Menschen vor dem Anblick ekeln und sie so schnell wie möglich aus dem Haus haben wollen. Auch diese Arten wurden eingeschleppt und möchte man nicht im Haus haben.

Doch wie stellt man das am besten an? Experten raten dazu, die Spinne nicht mit bloßen Händen anzufassen. Auch wenn ihr Biss nicht tödlich, sondern viel mehr mit einem Wespenstich vergleichbar ist, können durch ihr Gift trotzdem Rötungen und Schwellungen auftreten. Laut dem Naturschutzbund Nabu beißt das Tier jedoch nur, wenn sie sich bedroht fühlt. „Der Biss soll vom Schmerz her zwischen Mückenstich und Wespenstich liegen, nach zwei Tagen sind Schwellungen abgeklungen“, betont ein Nabu-Experte.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Um die Spinne gefahrlos einzufangen und aus dem Haus zu tragen, empfehlen Experten einfach ein Trinkglas oder eine Tasse zusammen mit einem Stück Papier, das sie unterschieben, zu verwenden. Das klappt meistens relativ schnell und einfach.

Auch interessant