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Wegen Hitze: Riesenschildkröten ziehen um ins Affenhaus

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Von: Jasmin Farah

Der Sommer kommt, die Temperaturen steigen. Deshalb müssen drei Riesenschildkröten aus dem Zoo Dresden umziehen. Doch das gestaltet sich sehr aufwendig.

Dresden – Hierzulande steigen die Temperaturen im Mai schon stark an, mancherorts wurde sogar schon die 30-Grad-Marke geknackt. Was für viele Menschen anstrengend ist, gefällt einigen Tieren sehr gut. Dazu zählen auch Riesenschildkröten wie die tropischen Aldabra-Schildkröten, die erst bei 20 bis 25 Grad Celsius richtig warm werden. Deshalb mussten vor wenigen Tagen drei von ihnen, die alle „Hugo“ heißen und im Zoo Dresden leben, jetzt umziehen.

Wegen Hitze: Riesenschildkröten ziehen um ins Affenhaus

Die schwerste Riesenschildkröte brauchte etwas länger als seine Artgenossen, um ins Sommergehege zu gelangen.
Die schwerste Riesenschildkröte brauchte etwas länger als seine Artgenossen, um ins Sommergehege zu gelangen. © Zoo Dresden/Imago

Während sie im Winter im warmen Innengehege ausharren, dürfen die bis zu 200 Kilogramm schweren Reptilien jetzt wieder raus. Doch das gestaltet sich aufwendig. Am Ende gelingt es, die drei Riesenschildkröten mithilfe eines Traktors, sie ins Sommerquartier umzuziehen. Die letzten Meter haben die Riesenschildkröten unter Beobachtung von Pflegern und Besuchern schließlich selbstständig zurückgelegt. Doch ihre neue Residenz mit viel Auslauf liegt ausgerechnet im Affenhaus!

Dort werden die drei Hugos sozusagen als „Untermieter“ bei den Orang-Utans leben. Hier können sich die Hugos allerdings frei bewegen, frisches Gras und Kräuter fressen. Wenn es zu heiß wird, gibt es auch Schattenplätze sowie ein kleines Wasserbecken zum Abkühlen. Nachts kann sich das Trio dann in einem beheizten Stall aufwärmen.

Wegen Hitze: Riesenschildkröten bekommen bald neues Zuhause

Die gepanzerten Riesen müssen sich mit den Affen so lange das Gehege teilen, bis sie ihre eigene neue Innen- und Außenanlage erhalten. Der Neubau, der 17 Millionen Euro kosten soll, wird allerdings erst im Herbst 2023 fertig, wie der Zoo Dresden auf seiner persönlichen Facebook-Seite berichtet. Doch vor dem Umzug haben die Pfleger gleich die Chance genutzt, um die Tiere zu wiegen. Dabei hat einer der Hugos ein Rekordgewicht von sage und schreibe 219 Kilo auf die Waage gebracht!

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass dieser auch am längsten für den kurzen Fußmarsch auf die Sommerwiese gebraucht hat. Doch die Pfleger haben dem Zoo zufolge bis zum Schluss geduldig auf den schwerfälligen Nachzügler gewartet, bis auch er schließlich in der Sommeranlage angekommen war.

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