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Schweinehaltung im eigenen Garten ist erlaubt: Pro Schwein 500 Quadratmeter

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Von: Anna Katharina Küsters

Private Schweinehaltung im eigenen Garten ist in Deutschland rechtens. Jedoch gibt es einige rechtliche Auflagen sowie Haltungsvorgaben zu beachten.

Im eigenen Garten lassen sich längst nicht nur Katzen und Hunde halten, sondern auch Schweine. In Deutschland ist das grundsätzlich kein Problem und niemand braucht dafür speziell nachgewiesene Vorkenntnisse. Schweine fallen allerdings nicht unter die Kategorie Haustiere, sondern gelten rechtlich als landwirtschaftliche Nutztiere. Das bringt einige rechtliche Vorschriften mit sich, die Halter beachten müssen.

Schweinehaltung: Die richtige Rasse für den Garten finden

Bentheimer Schweine sind unkompliziert und pflegeleicht.
Bentheimer Schweine sind unkompliziert und pflegeleicht. (Symbolbild) © Countrypixel/Imago

Sei es als Hobby oder als Teil der Selbstversorgung: Schweine im eigenen Garten zu halten, wird immer beliebter. Grundsätzlich hat in Deutschland dazu auch jeder das Recht. Vor der Anschaffung sollten sich Halter aber näher mit den rechtlichen Vorschriften auseinandersetzen. Besonders wichtig sind beispielsweise folgende Gesetze:

Wer sich an diese Vorgaben hält, sollte bei der Schweinehaltung keine Probleme bekommen. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Tiere bei der Tierseuchenkasse gemeldet sind. Außerdem müssen die Halter eine sogenannte BALIS-Nummer beim zuständigen Landwirtschaftsamt beantragen. Diese landwirtschaftliche Betriebsnummer kennzeichnet den Halter als Schweinehalter. Diese Betriebsnummer muss auch dem Veterinäramt vorliegen.

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Schweinehaltung: Das ist das passende Schwein für Sie

Haben Sie geklärt, ob Sie die Schweine als Hobby oder zu Ihrer eigenen Versorgung halten wollen, lässt sich auch die Rassenfrage beantworten. So sind beispielsweise Minischweine als Haustiere sehr beliebt, wenn es nur ums Zusammenleben mit den Tieren geht. Als Nutzschweine lassen sich folgende Rassen empfehlen:

Alle drei Rassen sind unkompliziert und widerstandsfähig, Wollschweine können aufgrund ihres dicken Fells sogar das ganze Jahr über draußen verbringen.

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Schweinehaltung: Es braucht eine Menge Platz

Eine artgerechte Schweinehaltung erfordert eine Menge Platz im Garten, dessen sollten sich Halter bewusst sein. Schweine sind äußert intelligente und soziale Wesen, weswegen sie mindestens drei der Tiere halten sollten. Pro Schwein sollte man deswegen mit einer Fläche von 500 bis 700 Quadratmetern rechnen. Ein normaler Garten in einer Kleinstadt ist also in der Regel zu klein, wenn dort Schweine zur Selbstversorgung leben sollen.

Auf dieser Fläche muss außerdem vorhanden sein:

Haben sich die Schweine auf ihrer Weide erst mal eingelebt, brauchen sie keine großartige Betreuung mehr. Regelmäßige Kontrollen auf Krankheiten und die Bereitstellung von Futter und Wasser sind dabei natürlich selbstverständlich. Besitzer sollten vor allem den Stall im Auge behalten und ihn regelmäßig säubern.

Schweinehaltung: Das passende Futter

Auf einer großen Weide finden Schweine in den Sommermonaten meist selbst genügend Futter. Im Winter müssen Halter allerdings nachhelfen. Die Tiere lieben beispielsweise Heu und Gras, Kartoffeln, Karotten, Futterrüben, Wurzeln, Bucheckern, Eicheln, gekochtes Fleisch, Würmer, Schnecken und Maden. Auch die Wasserversorgung ist wichtig, denn Schweine sind meist sehr durstig. Besonders im Sommer müssen Halter also auch die Wassertröge immer im Blick behalten.

Die Schweinehaltung im eigenen Garten ist folglich grundsätzlich möglich, es muss nur genügend Platz vorhanden sein. Besitzer müssen sich also vor dem Kauf gut überlegen, ob sie diesen Platz zur Verfügung haben und genügend Zeit haben, sich um die Tiere zu kümmern.

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