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Seepferdchen-Funde im Wattenmeer sorgen für Rätselraten – Aufruf an Spaziergänger

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Von: Anne Hund

An den Stränden des Wattenmeeres in Norddeutschland sind vermehrt Seepferdchen entdeckt worden. Dabei kommen sie in deutschen Meeren eigentlich extrem selten vor. 

Seepferdchen-Funde an den Stränden des Wattenmeeres sorgen bei Umweltschützern in Norddeutschland für Rätselraten. Denn seit 2020 sind der Naturschutzorganisation WWF zufolge mehrfach seltene Seepferdchen an den Stränden des Wattenmeeres gesehen worden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Dabei kommen sie in deutschen Meeren eigentlich extrem selten vor. Erst hätten die Funde der kleinen Fischart in Niedersachsen für viel Aufmerksamkeit gesorgt – nun wollten die Forscher auch genauer auf Schleswig Holstein blicken, wo Ende September auch ein Seepferdchen im Wattenmeer-Gebiet gefunden worden sei.

Seepferdchen
Zwei leblose Kurzschnäuzige Seepferdchen („Hippocampus hippocampus“) liegen in der Hand eines Naturschutzwartes auf Wangerooge. Die Aufnahme stammt vom Januar 2022. (Archivbild) © Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa/Archivbild

Seepferdchen im Wattenmeer entdeckt – WWF bittet um Hinweise

Der WWF bittet um Hinweise: So können Besucher und Spaziergänger, die vor Ort ein Tier entdecken, den Fundort auf der Online-Plattform www.beachexplorer.org eintragen und Fotos hochladen. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres seien bereits rund 30 lebende oder tote Seepferdchen entdeckt worden, schildert Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerbüros in Husum, dpa zufolge. „Das sticht im Vergleich zu der Vergangenheit schon hervor.“ Insgesamt seien auf der Plattform 60 Funde eingetragen – auch aus den Niederlanden oder Dänemark.

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Seepferdchen-Funde im Wattenmeer sorgen weiter für Rätselraten

Weiterhin sorgen die Funde bei den Umweltschützern für Rätselraten. „Letztlich wissen wir überhaupt nicht, was die Gründe dafür sind“, kommt Rösner in dem Bericht ebenfalls zu Wort. „Ob es an anderer Stelle mehr Seepferdchen gibt, die durch Strömungen ins Wattenmeer getragen werden, oder ob es eine im Wattenmeer lebende lokale Population gibt.“ Spannend bleibt auch, ob nun weitere Seepferdchen gesichtet werden.

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