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Dumm, dreckig, Virenschleudern: Drei Mythen über Stadttauben

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Von: Jasmin Farah

Hierzulande sollen sich Abermillionen Tauben in Deutschlands Städten tummeln. Viele finden sie nervig oder sogar eklig. Doch das ist ein Irrglaube.

Tauben haben hierzulande keinen guten Ruf. Schließlich belagern sie regelrecht Stadtzentren, vermehren sich rasend und hinterlassen unschöne Überbleibsel. Sie werden auch als „Ratten der Lüfte“ bezeichnet. Als Anspielung darauf, dass sie als besonders dreckig wahrgenommen werden und als Brutherde für Infektionen und Krankheiten gelten.

Dumm, dreckig, Virenschleudern: Drei Mythen über Tauben

Mehrere Tauben auf einem Platz.
Stadttauben werden auch „Ratten der Lüfte“ genannt, weil sie als unrein gelten. © CHOKCHAI NAMTHI/Imago

Balkon- und Autobesitzer hingegen finden sie nervig, da sie nicht nur Geländer und Dächer zahlreich belagern, sondern auch verdrecken. Viele fragen sich dann, was sie dagegen tun können, um sie wieder zu vertreiben. Um Tauben kursieren zahlreiche Mythen, aber stimmen sie wirklich?

Vieles sind tatsächlich Vorurteile gegen die Vögel, erklärt das ZDF-Wissensmagazin Terra X auf dem sozialen Netzwerk TikTok. Dort klärt es über die häufigsten Unwahrheiten um Stadttauben auf.

Mythos Nummer Eins: Tauben sind dumm

Viele trauen Vögel und Tauben im Speziellen nicht viel zu. Wer nur ein „Spatzenhirn“ hat, der kann nicht besonders klug sein, oder? Was die meisten nicht wissen: Obwohl das Gehirn von Tauben nur 2,5 Gramm auf die Waage bringt, birgt es erstaunliche Fähigkeiten. Demnach soll das Federvieh tatsächlich in der Lage sein, sich an Gesichter zu erinnern und somit Menschen auseinanderhalten können.

Mythos Nummer Zwei: Tauben sind dreckig und unnötig

Dreckig und verwahrlost: Das ist die gängige Assoziation mit Tauben. Doch das war nicht immer so. Früher, als es noch kein Telefon oder ähnliches gab, wurde die Taube als Bote bzw. Brieftaube eingesetzt und von ihren Besitzern ausgebildet, wichtige Nachrichten von A nach B zu transportieren. Dabei überwand sie teilweise sehr weite Distanzen. Noch früher, genauer gesagt in der Antike, wurden Tauben sogar als besonders rein empfunden. Sie treten auf Abbildungen sogar in Begleitung verschiedener weiblicher Gottheiten in Erscheinung. Nicht zuletzt wird das weiße Exemplar weltweit als Friedenssymbol angesehen und als besonders positiv wahrgenommen.

Mythos Nummer Drei: Tauben machen krank

Viele Menschen nehmen Tauben und ihren Unrat als eklig wahr, da sie glauben, dass besonders Tauben, die in der Stadt leben, voller Krankheitserreger sind. Deshalb möchten sie die Tiere nicht in ihrer Nähe oder um sich haben. Neben Infektionen werden Tauben darüber hinaus auch für die Übertragung von Parasiten verantwortlich gemacht. Tatsächlich ist es aber so, dass die gefederten Tiere nicht mehr Krankheiten übertragen als andere Vögel auch. Diese sind aber großteils taubenspezifisch und somit für den Menschen harmlos.

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