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Straße ist tödliche Gefahr für Eichhörnchen: Frau hat grandiose Idee

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Von: Nina Marie Jarosch

Eine breite, viel befahrene Straße wird leider immer wieder zur tödlichen Falle für Eichhörnchen. Bis eine Anwohnerin diese grandiose Idee hat, um das zu verhindern.

Trier – In einem Stadtteil von Trier kommt es an einer Gefahrenstelle immer wieder zu tödlichen Unfällen mit Eichhörnchen. Das Problem: An dieser Stelle ist die Straße sehr breit und die Tiere hüpfen vom Gebüsch aus auf die Straße. Autofahrer sehen die Tiere dann leider meist zu spät oder gar nicht.

Ein rotes Eichhörnchen sitzt am Straßenrand. (Symbolbild)
Um den Eichhörnchen gefahrlos über die Straße zu helfen, hat sich eine Anwohnerin etwas Besonderes ausgedacht. (Symbolbild) © Vitalii Kliuiev/Imago

Straße ist tödliche Gefahr für Eichhörnchen: Frau hat grandiose Idee

Jetzt hatte Anwohnerin Petra Lieser eine grandiose Idee, um den Eichhörnchen gefahrlos über die Straße zu helfen: eine Brücke für Eichhörnchen. „Ich habe mich an die Stadt gewandt, weil ich immer so viele tote Eichhörnchen genau an dieser Stelle hier gefunden habe“, sagt sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Idee ist ganz simpel und wurde ruckzuck von der Stadt umgesetzt. Bei der „Eichhörnchenbrücke“ handelt es sich jeweils um ein acht Zentimeter dickes Tau aus Naturmaterial, das über eine Straße zwischen zwei Bäumen gespannt ist. (Eichhörnchen als Instagram Stars: Wie sie ein Hobby-Fotograf zum Hit im Netz macht)

Straße ist tödliche Gefahr für Eichhörnchen: So gehen die Tiere neue Wege

Damit die putzigen Nager lernen, die neuen „Brücken“ zu benützen, hat sich Petra Lieser einen Trick ausgedacht. Sie füllt jeden Tag Futterspender auf, die genau unterhalb der Taue an den Straßenseiten angebracht sind. So will sie die Eichhörnchen zum sicheren Überqueren in luftiger Höhe animieren – und es scheint zu funktionieren. „Das Futter ist jeden Tag weg“, erzählt sie. Sie wisse, dass sich auch Vögel an den Kernen bedienten. „Die Nüsse holen sicher die Eichhörnchen.“

Anwohnerin Petra Lieser füllt jeden Tag Nüsse in die Futterspender, die unterhalb der Taue auf der Straßenseite angebracht sind.
Mit Futter animiert Petra Lieser die Eichhörnchen zum sicheren Überqueren der Straße in luftiger Höhe. © Birgit Reichert/dpa

Straße ist tödliche Gefahr für Eichhörnchen: Gibt es die Idee bald überall?

Seit die Taue gespannt sind, habe sie keine weiteren toten Tiere an der Stelle entdeckt, berichtet Lieser. Ein weiteres Indiz dafür, dass die neue Eichhörnchenbrücke funktioniert. Nach Recherchen von Lieser gibt es solche Eichhörnchenbrücken auch schon in Berlin und in Hamburg. „Es könnte sie überall geben, wo Eichhörnchen überfahren werden“, meint sie. Im Prinzip brauche es nicht viel dazu – nur ein gespanntes Tau und jemanden, der die Tiere anfänglich mit Futter zum Überqueren in luftiger Höhe anlockt*. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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