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Tier zugelaufen: Als Finder müssen Sie es zügig melden – welche Ansprechpartner weiterhelfen

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Von: Anne Hund

Ist Ihnen eine Katze, ein Hund oder ein anderes Haustier zugelaufen, sollten Sie wissen, an welche Experten Sie sich zeitnah wenden sollten.

Angenommen, Sie begegnen einem herrenlosen Hund auf der Straße. Oder ein Zwergkaninchen hoppelt plötzlich durch ihren Garten. Vielleicht läuft Ihnen auch eine besonders zutrauliche Katze zu. Wie sollten Sie sich in solchen Fällen verhalten?

Tier zugelaufen: Wie Sie als Finder schnell und richtig handeln

Hauskatze in einer Gasse in Frechen. (Themenbild, Symbolbild) 25.09.2021 *** House cat in an alley in Frechen theme pict
Ist Ihnen ein Tier zugelaufen, dürfen Sie es nicht einfach behalten. (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Eine wichtige Information vornweg: Finder dürfen ihnen zugelaufene Tiere nicht einfach behalten. Denn, so informiert die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ auf ihrer Internetseite: „Grundsätzlich fallen aufgefundene Heim- und Haustiere wie Katzen, Hunde, Kleintiere, Ziervögel oder landwirtschaftliche Nutztiere unter das Fundrecht (§§ 965 – 984 BGB).“ Danach habe der Finder „den Fund unverzüglich dem Eigentümer oder der zuständigen Fundbehörde zu melden und darf solch ein Tier keinesfalls einfach behalten“. Aufgefundene oder zugelaufene Tiere müssten deshalb im zuständigen Tierheim oder bei der nächsten Polizeidienststelle abgeben werden, sollte der Besitzer nicht bekannt sein.

Tier zugelaufen: Zuständige Tierheime können helfen

Tierheime seien die Sammelstellen für verloren gegangene Tiere, informiert die Tierschutzorganisation weiter. „Deshalb werden Halter, die einen Verlust melden, von der Polizei oder den Behörden immer an die Tierheime verwiesen. So kann der Eigentümer sein vermisstes Tier oft schnell wieder finden.“

Eine offizielle Fundmeldung ist also unerlässlich. Nach der Meldung können Finder die zugelaufene Katze, den Hund oder den zugeflogenen Kanarienvogel selbst versorgen, wie der Deutsche Tierschutzbund der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge informiert. Der Finder müsse das Tier aber artgerecht unterbringen und gegebenenfalls auch einen Tierarzt aufsuchen.

Tier zugelaufen: Wie lässt sich herausfinden, wem das Fundtier gehört?

Hinweise auf die Herkunft des Tieres könnte auch das Halsband liefern, das die zugelaufene Katze oder der herrenlose Hund womöglich tragen: Viele Besitzer befestigen neben der Steuermarke eine Marke mit dem Namen des Tieres und einer Telefonnummer. Da solche Anhänger jedoch schnell abreißen könnten, seien mittlerweile viele Tiere gechipt, berichtet etwa BR.de zum Thema. Tierärzte und Tierheime könnten die Nummer des Chips auslesen und darüber die in einem Haustierregister erfassten Daten über die Besitzer auslesen.

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Tier zugelaufen: Was passiert, wenn sich der frühere Besitzer nie mehr meldet?

Ob Finder das Tier behalten dürfen, hängt dpa zufolge davon ab, ob sich innerhalb von sechs Monaten nach der Meldung bei der Tiersammelstelle der Eigentümer meldet. In dem Bericht zum Thema heißt es: „Kommt es nicht dazu, kann der Finder das Fundtier als Eigentum erwerben. Unter Umständen kann es aber auch innerhalb einer Frist von drei Jahren vom ursprünglichen Eigentümer zurückgefordert werden, wenn der Finder das Tier noch im Besitz hat.“

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