Riskante Rettungsaktion

Nach Ukraine-Flucht: Zwei Bärenbabys finden nach Rettung ein Zuhause

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Aufgrund der Ukraine-Krise fliehen Millionen Menschen. Zurück bleiben die Tiere. Doch auch sie sind in großer Gefahr. Zwei Pelze haben es rausgeschafft.

Worbis (Thüringen) – Die Ukraine-Krise betrifft nicht nur die Menschen, die dort leben, sondern auch viele Tiere. In den Medien wird deren Schicksal selten thematisiert. Doch das Wenige, was man hört, ist oftmals sehr tragisch. Demnach berichten manche Flüchtlinge, dass sie ihre Haus- und Hoftiere im Kriegsgebiet zurücklassen mussten. Mit der Folge, dass diese entweder im Schussfeuer getötet werden oder verhungern müssen.

Nach Ukraine-Flucht: Zwei Bärenbabys finden nach Rettung ein Zuhause

Die Bärenbabys Asuka und Popeye fühlen sich in ihrem neuen Zuhause richtig wohl. (Symbolbild)

Doch glücklicherweise gibt es Schutzengel, die sich dieser Tiere erbarmen und ihnen helfen, so wie den beiden Bärenbabys Asuka und Popeye, die beide gerade mal 15 Monate alt sind. Sie waren eigentlich dem Tode geweiht, bis sie in einer aufwändigen Rettungsaktion aus dem Bärenschutzzentrum „White Rock Bear Shelter“ bei Kiew nach Deutschland gebracht wurden.

Angeblich soll die Anlage zwar dem Beschuss durch russische Waffen standgehalten haben, doch Pfleger und Tiere mussten flüchten. Hilfe kam in Form von „Alternativer Bärenpark Worbis“-Leiterin Sabrina Schröder (34). „Die Strom- und Wasserversorgung konnte nicht mehr gewährleistet werden“, berichtet Bärenpark-Leiterin Sabrina Schröder (34) gegenüber der Bild-Zeitung. „Bei uns sind Popeye und Asuka erstmal in Sicherheit.“

Das war der ausschlaggebende Grund, warum die Bärpark-Leiterin die zwei Petze zu sich nach Thüringen geholt hat. Obwohl Asuka und Popeye noch sehr klein sind, haben sie in ihrem kurzen Leben schon sehr viel durchmachen müssen. Demnach sollen die Braunbären nur kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt worden und in einem Streichelzoo für die Besucher vorgeführt worden sein. Schließlich kamen sie ins Bärenschutzzentrum bei Kiew.

Nach Ukraine-Flucht: Nach Quarantäne in der Freiheit

Nun leben sich die beiden in ihrer neuen Heimat langsam ein, doch zuerst haben sie sechs Wochen auf der Quarantänestation verbringen müssen. „Weil sie Flaschenkinder waren, haben sie immer noch einen starken Saugreflex“, so Schröder. Bei Stress nuckeln sie sich an den Ohren.“ Seitdem sie allerdings ins Freie dürfen, sei das aber zurückgegangen.

Nun können sie im Parkwald herumtoben, spielen und baden. Wie die Leiterin weiter verrät, wollen sie abends gar nicht mehr zurück in die Box. Nur mithilfe von Rindfleisch könne man sie dorthin locken. Ob die Bärenbabys irgendwann wieder in die Ukraine zurückkehren werden, bleibt offen. Sicherer ist es jetzt da, wo sie aktuell sind, allemal.

Rubriklistenbild: © Alternativer Bärenpark Worbis/Facebook