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„Ist das ein Pokémon?“ – Begegnung mit seltenem „Geistervogel“

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

Es sind Aufnahmen einer sehr seltenen Vogelart, die auf Instagram begeistern. Kaum jemand kennt die Art oder hat sie bisher jemals gesehen.

Es ist eine einzigartige Aufnahme, die „ladbible“ auf Instagram postet. Bisher hat den Vogel, der in dem Clip zu sehen ist, kaum jemand zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn je von ihm gehört. In der Sertanejo Kultur, ist er einer der sagenumwobensten Vögel, woanders jedoch kaum jemandem bekannt. Sein Name stammt aus der indigenen Guarani-Sprache und ist eine Zusammensetzung aus „Guyra“, was Vogel bedeutet und „Tau“, was übersetzt Gespenst heißt. Im Volksmund wurde daraus „Urutau“ – Gespenstervogel.

„Ist das ein Pokémon?“ – Begegnung mit seltenem „Geistervogel“

Einen Urutau zu Gesicht zu bekommen, ist eine Seltenheit.
Einen Urutau zu Gesicht zu bekommen, ist eine Seltenheit. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

Sein Anblick ist gespenstisch, weil er so selten und anders als andere Wildvögel ist. Der nachtaktive Urutau verschmilzt tagsüber mit seinem Schlafplatz, einem Ast. Nur geübte Augen können ihn dann noch erspähen. Wer das große Glück hat, ihn zu Gesicht zu bekommen, empfindet ihn womöglich aufgrund der großen, scheinbar bedrohlichen Augen, die nahe am Schlund liegen, hässlich – andere finden ihn wunderschön.

Der Urutau in dem Clip auf Instagram scheint noch ein Jungtier zu sein. Mit seinem weißen büscheligen Federkleid sitzt er auf einem Zaunpfahl und reißt immer wieder den Schnabel weit auf, doch es kommen nur klägliche Laute aus ihm heraus. Noch schafft er es nicht, die typischen tiefen, klaren und traurig klingenden „Poo-o-ou-ou“ Töne zu pfeifen. Wenn er älter wird, werden auch seine Rufe in hellen Mondnächten ertönen und für gespenstische Stimmung sorgen. Einen magischen Eindruck hinterlässt auch eine Eule, die einen Besenstiel klaut.

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„Ist das ein Pokémon?“ – seltener Vogel aus Zentral- und Südamerika

Beheimatet sind Urutaus in Zentral- und Südamerika, Mexiko, Costa Rica, im nördliche Argentinien und im nördliche Uruguay. Auf den Karibikinseln Jamaika und Hispaniola kommen sie ebenfalls vor. Als Lebensraum bevorzugen die seltenen Vögel lichte Wälder, Waldränder sowie savannenähnliche Gelände mit Bäumen. Forschern ist es gelungen, einen seltenen Polarwolf zu klonen.

Eine weitere Besonderheit der Urutaus ist, dass Jungtiere in keinem Nest großgezogen werden. Das Weibchen legt nur ein einziges Ei in eine Gabelung von zwei dicken Ästen. Entweder weit oben über dem Boden oder in eine Vertiefung ihres nächtlichen Beobachtungsplatzes. Selten und relativ unbekannt sind auch Zwergplumploris.

„Ist das ein Pokémon?“ – oder doch eher ein „Furby“?

Unter dem Clip auf der Instagram Seite von „ladbible“ fragen sich viele User, was das für ein Tier ist. Der Fantasie scheint dabei keine Grenzen gesetzt zu sein. Viele finden das Tier auch süß. Im Netz hat das Video bereits über 744.000 Likes. Hier eine Auswahl der Kommentare.

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