Das muss nicht sein

Wildtiere in Gefahr: Corona-Einwegmasken können zur tödlichen Falle werden

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Die Pandemie hinterlässt in der Natur ihre Spuren. Herumliegende Corona-Masken verschmutzen nicht nur die Umwelt, sondern können auch für Tiere gefährlich werden.

Hamburg – Überall sind sie zu sehen: Einwegmasken. Sie liegen auf Straßen, Bahn- und Bürgersteigen und in Fußgängerzonen. Sogar im Wald, in Parks und im Meer sind sie zu finden. Also überall da, wo auch Menschen sind. Aber es ist weit mehr als nur ein unschönes Bild. Denn herumliegende OP- und FFP2-Masken belasten unsere Umwelt und werden für viele Tiere zur Gefahr.

Wildtiere in Gefahr: Corona-Einwegmasken können zur tödlichen Falle werden

Hergestellt aus Polyester und Polypropylen, braucht es viele Jahre bis Masken vollständig zersetzt sind. Darum ist es umso wichtiger, sie fachgerecht zu entsorgen und aufzupassen, sie nicht aus Versehen zu verlieren. Wer das tut, schützt damit nicht nur Natur, sondern auch viele Wildtiere, weiß Christian Erdmann von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“: „Müll kann für Wildtiere zu einem sehr großen Problem werden. Gerade dann, wenn Masken unter Laub liegen oder in Ästen und Zweigen hängen.“

Herumliegende Masken können für Tiere zur Gefahr werden. (Symbolbild)

Wildtiere in Gefahr: Die Gummibänder sind besonders gefährlich

Besonders gefährlich sind die Gummibänder der Schutzmasken. „Vögel und Igel können sich in ihnen verheddern, dadurch hängenbleiben und sich verletzen oder gar verenden“, so Christian Erdmann. Aber auch für größere Tiere und Hunde kann der Maskenmüll zur Gefahr werden. Denn Wildschweine, Füchse oder auch Hunde können versehentlich herumliegende Masken fressen, was zu Verstopfungen oder auch schlimmerem führen kann.

Wildtiere in Gefahr: „Bitte schneidet die Bänder durch!“

Aus diesem Grund rät die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ darum, Masken stets im Mülleimer zu entsorgen und am besten die Bänder durchzuschneiden. Und genau darum bittet auch Facebook-Nutzer Peter James Nugent. Auf seinem Profil hat er eine Bildcollage veröffentlicht, um darauf aufmerksam zu machen, wie schnell sich Tiere in den Masken verheddern und sich nicht mehr von alleine befreien können.

Dass aber auch viele Masken unabsichtlich verloren gehen, weiß Christian Erdmann von „Vier Pfoten“ und sensibilisiert dafür, seine Maske gut zu verstauen. Vor allem, wenn man im Wald unterwegs ist*. „Es klingt vielleicht dramatisch, aber eine gut verstaute oder richtig entsorgte Maske kann Tierleben retten“, betont der Tierschützer. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago