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Ziegen büxen aus – und retten Mann damit das Leben

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Von: Lara-Sabrina Kiehl

In Österreich lösen ausgebüxte Ziegen einen Polizeieinsatz aus. Und retten einem 78-Jährigen, für den sonst womöglich jede Hilfe zu spät gekommen wäre, das Leben.

Baden (Österreich) – Hunde oder Katzen sind schon häufig zu Lebensrettern geworden. Doch von Ziegen kennt man Heldengeschichten eher weniger. Schließlich sind es Katzen, die Brände meistens als Erstes wittern und Hunde, die mit ihrem feinen Spürsinn verschwundene Menschen aufsuchen. Doch in Österreich haben Ziegen nun ihre eigene, vielleicht sogar erste, Heldengeschichte geschrieben. Denn 50 Tiere haben dafür gesorgt, dass die Hilferufe eines Mannes erhört werden.

Ziegen büxen aus – und retten Mann damit das Leben

Die Hilferufe aus dem Waldstück waren nur sehr leise zu hören, schreibt der „ORF“. Doch trotzdem haben die Polizisten der Landespolizeidirektion Niederösterreich sie wahrnehmen können. Die Beamten folgen den Rufen, obwohl sie ursprünglich nur die 50 Ziegen, die den Verkehr behindert haben, einfangen wollten.

Doch als sie den bereits vom Landesklinikum Baden vermissten Mann in einem zwei Meter tiefen und von herabhängenden Ästen bedeckten Straßengraben entdecken, bekommt der Einsatz eine ganz andere Bedeutung. Denn der Mann ist bereits seit Stunden vermisst und eine großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber und Hundestaffel blieb ohne Erfolg. Eine heldenhafte Geschichte liefert auch die Ziege, die ein Huhn vor einer Habicht-Attacke beschützt hat.

In Österreich lösen ausgebüxte Ziegen einen Polizeieinsatz aus. Und retten einem 78-Jährigen, für den sonst womöglich jede Hilfe zu spät gekommen wäre, damit das Leben. (Symbolbild)
Weil 50 Ziegen eine Straße in Österreich versperrt haben, konnte ein vermisster Mann gerade noch rechtzeitig gefunden werden. (Symbolbild) © imagobroker/Imago

Ziegen büxen aus – und laufen mitten auf die Straße

Der Notarzt ist an dem Donnerstagnachmittag schnell alarmiert, denn der Gesundheitszustand des dehydrierten und seit Mittwochabend vermissten Mannes ist schlecht. Doch woher kommt der Draht, der sich um seinen Körper geschlungen hat? Die Beamten befreien ihn und sind sich sicher: Der 78-Jährige muss sich mit seinem Arm im Weidezaun der Ziegen verfangen haben und die Böschung runtergestürzt sein. Diese Ziege, die auf dem Rücken eines Pferdes reitet, stürzt allerdings nicht, sondern hält erstaunlich gut die Balance.

Dabei scheint der Zaun so beschädigt worden zu sein, dass die Tiere ausbüxen konnten und die 50 Ziegen daraufhin auf die Straße gelaufen sind. Wie gut, dass die Vierbeiner die Chance genutzt haben, sonst wäre der Mann womöglich erst viel zu spät gefunden worden. Die Ziegen konnte der Ziegenhalter daraufhin alle wieder gesund einfangen.

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